Eines ist sicher: So einfach, wie sich die Oltner gestern teilweise durch die Zahnlücken der Basler Sharks kombinierten und am Ende mit 5:2 siegten, so leicht werden sie es in den nächsten Wochen nie mehr haben. Kurzum: Es war so ziemlich das Gegenteil von dem, was ab Freitag in den Playoffs gegen Viertelfinalgegner La Chaux-de-Fonds auf den EHCO zukommen wird.

Man hätte sich also durchaus ein etwas glücklicheres Los bezüglich des letzten Gegners vor den Playoffs wünschen können. Am Freitag das 13:2 gegen ein heillos überfordertes Sierre, gestern ein lockerer 5:2-Sieg gegen ein «Ausverkaufs-»Basel. Nur gerade fünf Spieler der Sharks hatten bei Spielbeginn das 25. Altersjahr bereits vollendet, wobei nicht weniger als neun mittaten, die noch bei den Junioren eingesetzt werden. Der Jüngste spielte dabei im Tor: der erst 17-jährige Andrin Kunz. Noch letzte Saison stand der grossgewachsene Goalie für Oltens Novizen im Einsatz, heuer ist er Stammgoalie bei den Elite-B-Junioren der Young Sharks.

Fretter als Allzweckwaffe

Und er machte seine Sache nach der Einwechslung in der 13. Minute lange Zeit sehr gut. Erst nach gut einer Viertelstunde musste er sich ein erstes Mal geschlagen geben, und zwar von Colton Fretter. Dem Kanadier, gestern mit dem zweiten Einsatz für Olten seit dem 18. Dezember, misslang zuerst ein Pass über (!) das Basler Gehäuse, ehe er gleich selber vors Tor fuhr und den Puck backhand zum 1:4 unter die Latte setzte. Fretter, der den Vorzug gegenüber Derek Cormier erhielt, deutete in verschiedenen Szenen an, dass er in dieser Saison noch eine Art «Allzweckwaffe» für Trainer Scott Beattie werden könnte. Wie die meisten seiner Teamkollegen liess aber auch er es zuweilen etwas weniger konsequent angehen, was, angesichts des doch relativ einseitigen Spielverlaufs wegen, aber verständlich war.