Diese Wiedergutmachung gelang so klar, weil die Rotweissen von Beginn weg Präsenz, Spielfreude, Beweglich- und Spritzigkeit in ihre Aktionen einbrachten. Zudem traten sie forsch, mutig und energiegeladen auf.

Mast und Chatton bestätigten ihren ausgeprägten Torinstinkt als Dreifach-Skorer; Vernocchi war einmal erfolgreich. „Es war eine gute Antwort auf unsere ungenügende Leistung bei GC II“, freut sich FCS-Trainer Jürg Widmer.

„Wir haben in diesen 14 Tagen gut gearbeitet und wussten, wenn wir dies im Spiel umsetzen können, kommt es gut“, ergänzt der 61-Jährige. Dass dieser tolle Auftritt möglich wurde, führt der Aargauer darauf zurück, weil „wir wieder zur Basis zurückgekommen sind, einfacher gespielt haben und dadurch ersichtlich wurde, was für ein Potential unsere guten Fussballer haben“.

4:0 Pausenstand

Die Gastgeber kehrten zur Vierer-Abwehr zurück. Hunziker agierte als Sechser hinter dem Vierer-Mittelfeld. Chatton wurde auf die linke Aussenläuferposition zurückgenommen. Zusammen mit den weiteren drei Aufbauern unterstützte er situativ wirkungsvoll Sturmspitze Vernocchi.

Die Folge dieser angepassten Spielanlage: 4:0-Führung bis zum Seitenwechsel! Ein langer Pass von Mathys führte zum frühen 1:0 durch Mast (10.) ins leere Tor. Der gegenwärtige Team-Topskorer war vor dem Strafraum schneller am Ball als der herauseilende Schötz-Hüter Stadelmann.

Beim 2:0 schmuggelte sich Chatton ins Zentrum. Mast spielte zu Mathys. Dessen Vorlage lenkte Cani noch leicht zum Captain ab (17.). Solothurner Effizienz prägte die Schlussminuten der ersten Hälfte. Nach einem mehrfachen Ballwechsel zwischen Mast und Mathys an der rechten Seitenlinie kam Vernocchi halbrechts in Ballbesitz. Inzwischen hatte sich Mast nach vorne verschoben und konnte zum dritten Tor übernehmen (42.).

Ihren einzigen Eckball des ganzen Spiels verwerteten die Platzherren in der zweiten Nachspielminute zum 4:0. Masts Corner von rechts verlängerte Cani auf Chattons Kopf. Schötz war jedoch nicht so deutlich unterlegen. Die Luzerner hatten ihre Möglichkeiten. Vor allem über ihre schnelle rechte Seite und ihrem intensiven Forechecking sorgten sie für Unruhe. Doch die einheimische Defensive liess sich nicht überwinden, nicht zuletzt dank Bähler.

Schötz liess sich nicht entmutigen

Die Zentralschweizer liessen nicht entmutigen. Sie suchten die Zweikämpfe für den Ballgewinn. Es gelang ihnen, ihre Gastgeber unter Druck zu setzen. Deshalb wurden Gegenstösse zum Erfolgsrezept für die Ambassadoren in dieser zweiten Halbzeit.

Nach einem Mast-Vorstoss links kam der von Stadelmann weggeboxte Ball zu Chatton. In der Mitte stand Vernocchi zum Einschuss bereit: 5:0 in der 55. Minute. Zuerst Mast – auf Cani (71.) – und dann Chatton – auf Mast (74.) – erhöhten auf lange Bälle gar auch 7:0!

Die Gäste gaben nicht auf. Sie liessen die Köpfe nicht hängen. Im Gegenteil! Ihr achter und letzter Eckball, getreten von Allou, hatte es in sich. In der Mitte setzte Stephan erfolgreich zu einem sehenswerten Fallrückzieher an: 7:1 (78.). Dieses Tor gab den Schötzern Auftrieb.

Sie nützten ein Nachlassen in der Konzentration bei den Einheimischen ein zweites Mal aus. Aziri verkürzte nach einem unnötigen Ballverlust zum 7:2-Endstand (89.). „Es reicht noch nicht für 90 Minuten, aber in den entscheidenden Phasen waren wir da. Von der Spielanlage stimmte es, wir müssen jedoch weiter daran arbeiten, unsere Konzentration zu halten“, sieht Widmer bestehender Bedarf.