Wie wärs mit einer feinen Kürbissuppe? Oder einem Stück selbst gemachtem Apfelkuchen? Ja, die Bettlacher Sportzone ist zur Wohlfühlzone geworden. Unter dem Vordach des neuen Klubhauses des SHC Bettlach sieht man nur zufriedene Gesichter, und daran ist nicht nur der nach Anfangsschwierigkeiten letztlich souveräne 7:3-Sieg gegen Martigny schuld.

Ein wenig zittern allerdings mussten die Bettlacher nach einem frühen Rückstand. Doch bereits gleich nach der ersten Pause gelang der 2:2-Ausgleich. Da das Heimteam in der Folge aber öfter den Pfosten als das Tor traf, fragte man sich schon, ob sich die schlechte Chancenauswertung vielleicht rächen sollte. Dann ging aber den Wallisern, die nur mit zehn Feldspielern angetreten waren, die Luft aus, und Bettlach gewann letztlich souverän mit 7:3.

Viel schöner als zuvor

Was als Schreckensszenario begonnen hatte, führte in Bettlach zu einem ganz neuen Lebensgefühl: Bis zum Beginn der Saison 2015/16 müssen alle NLATeams über ein Grossfeld verfügen, damit die Umstellung von vier auf fünf Feldspieler vollzogen werden kann. Wer dies zu diesem Zeitpunkt nicht vorweisen kann, riskiert den Zwangsabstieg in die NLB.

Der SHC Bettlach machte das Beste aus der Herausforderung. Dank breiter Unterstützung aus dem Dorf steht auf dem Neufeld nun eine gemütliche Holzkonstruktion. Im Vergleich zu den früheren Einrichtungen im Schulhaus ist das ein Fünfsternehotel. «Es ist einfach fantastisch», sagt SHC-Präsident Ron Bertolla, «das Klubhaus gibt dem ganzen Verein neuen Schub. Nur schon durch die Tatsache, dass wir die Banden stehen lassen können, gewinnen wir jedes Mal eine halbe Stunde Trainingszeit.» Der erste Herbststurm riss dann aber die Ballfänger zu Boden – und trotz Versicherung wegen des Selbstbehalts auch ein kleines Loch in die Vereinskasse. Die neuen Ballfänger mit einem massiven Gerüst aus Aluminium sollten nun aber halten.

Grenchen unter Druck

Nicht ganz so rosig sieht es beim zweiten Spitzenverein der Region aus. Grenchen-Limpachtal möchte eigentlich im Mai das Grossfeld beim Schulhaus Eichholz realisieren. «Wir sind jetzt daran, die Einsprachen gegen das Baugesuch zu behandeln», sagt Präsident Stefan Kunz. Wäre für die Grenchner eine Saison in Bettlach denkbar, falls die Anlage nicht rechtzeitig parat wäre? «Das ist eine schwierige Frage», sagt Kunz, «daran wollen wir lieber nicht denken.» Sportlich läuft es Grenchen-Limpachtal gut, zuletzt gelang ein 8:4-Sieg gegen La Chaux-de-Fonds. Stefan Kunz ist zuversichtlich: «Unsere Stärken sind das Kollektiv und die Breite im Kader.»