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Neuer Trainer des FC Dulliken will «ein gut organisiertes Spektakel zeigen»

Der FC Dulliken präsentierte an der Teamsitzung den neuen Trainer Herbert Fischer und fünf Zuzüge.

Raphael Wermelinger
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FC Dulliken
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Herbert Fischer stellt sich seiner neuen Mannschaft vor.
Für seine Vorstellung gab sich Herbert Fischer selbst ein Zeitlimit von sieben Minuten. Er stehe nicht gerne im Mittelpunkt, begründete er.
Herbert Fischers wichtigste Karrierestationen als Trainer sind der FC Baden, der FC Brugg und der FC Aarau.
Dullikens Vizepräsident Roland Gruner, Trainer Herbert Fischer und Präsident Ueli Schenk (von links).
FCD-Vizepräsident und Sportchef Roland Gruner richtete deutliche Worte an das Team. Die Vorrunde bezeichnete er als Ärgernis.

FC Dulliken

Bruno Kissling

Die schwache Vorrunde nagt noch immer an den Verantwortlichen des FC Dulliken. Die Niederämter holten in der interregionalen 2. Liga in der Vorrunde 15 Punkte und überwintern auf dem 9. Platz. Und dies ausgerechnet nach der besten Saison der Klubgeschichte mit dem 4. Schlussrang im Vorjahr. «Der Spass aus der letzten Saison ist total abhandengekommen», stellte Vizepräsident und Sportchef Roland Gruner zu Beginn der Teamsitzung am Mittwochabend klar. «Der mangelnde Einsatz einiger Spieler war das grösste Ärgernis.»

Gruner räumte ein, dass bei der Teamzusammenstellung vor der Saison Fehler gemacht wurden. Das Kader sei schlicht zu schmal gewesen in der Vorrunde. Dadurch hatten einzelne Spieler eine Stammplatzgarantie, ohne an ihre Leistungsgrenze gehen zu müssen. Er habe sich überlegt, nach der enttäuschenden Vorrunde den Bettel hinzuschmeissen, gab Gruner zu. Schliesslich habe er sich aber doch für die Variante «Aufmischen» entschieden.

«Wir machen einen Schnitt und starten einen Neuanfang mit einem neuen Trainer, der völlig unbelastet ist», konkretisierte Gruner. «Jetzt gibt es keine Spieler mehr mit einem Bonus, jeder beginnt bei null. Es liegt an allen, in der zweiten Saisonhälfte Vollgas zu geben und das Resultat zu korrigieren.» Jeder Spieler sei in der Rückrunde auf dem Prüfstand, fügte Gruner an und forderte von der Mannschaft eine deutliche Steigerung: «Der 4. Platz liegt mit einer starken Rückrunde immer noch drin.»

«Ein introvertierter Spinner»

Damit übergab Roland Gruner das Wort an den neuen Trainer Herbert Fischer. Letzte Woche hatte der FCD den Vertrag mit dem 58-jährigen Aargauer unter Dach und Fach gebracht (wir berichteten). Da er nicht gerne im Mittelpunkt stehe, gab sich Fischer für seine Vorstellungsrede selber ein Zeitlimit von sieben Minuten. «Hebi» Fischer erzählte ein paar kurze Anekdoten aus seiner Aktivzeit und blickte dann auf seine bisherigen Stationen als Trainer zurück. Baden, Brugg und die Nachwuchsabteilung des FC Aarau waren die wichtigsten Eckpfeiler.

Er habe schon Spieler wie Mladen Petric, Daniel Gygax oder auch Renato Steffen trainiert, sagte Fischer stolz. Oft werde er als Verrückter oder als introvertierter Spinner bezeichnet, lachte er. «Das ist mir aber egal. Die Hauptsache ist, dass wir miteinander auskommen. Ich würde mich selber als sehr direkten und fordernden Trainer bezeichnen, der sich sehr gut in die Spieler hineinversetzen kann.»

Er lege grossen Wert darauf, dass die Trainingseinheiten Spass machen. Die Leidenschaft und die Disziplin kämen dann automatisch. «Ein gut organisiertes und koordiniertes Spektakel zu zeigen auf dem Platz, das ist meine Philosophie», schloss Fischer seine siebenminütige Rede.

Fünf Wintertransfers

Nebst dem neuen Trainer präsentierte der FC Dulliken an der Teamsitzung auch fünf neue Spieler, die das Team auf die Rückrunde hin verstärken sollen. Zwei Zuzüge kommen vom Ligakonkurrenten FC Langenthal: Sven und Rico Schönenberger. Ersterer ist 23-jährig, war bei den Junioren des FC Zürich und FC Aarau und spielt im zentralen Mittelfeld. Rico Schönenberger ist drei Jahre jünger und gelernter Aussenverteidiger. Weil Torhüter Denis Quintero aus beruflichen Gründen zu selten auf der Ey ist, hat der FC Dulliken mit Gabriele D’Ovidio für Ersatz gesorgt.

Der 20-Jährige wurde bei den Junioren des FC Aarau gross, spielte danach in Oftringen, Lenzburg und beim Erstligisten FC Wangen. In der Vorrunde war er Ersatzgoalie beim FC Sursee, ebenfalls in der 1. Liga. Auch die Offensivabteilung konnten die Dulliker mit zwei Transfers stärken.

Einerseits mit dem Ex-Oltner und Ex-Däniker Marco Carubia, andererseits mit Ushtrim Hasani. Auch der heute 21-jährige Angreifer hat eine FC-Aarau-Vergangenheit. Er lief schon für die U18- und U21-Equipe des FCA auf. Zuletzt war Hasani bei Lenzburg unter Vertrag. Den FC Dulliken definitiv verlassen hat Philipp Conz, Alain Huber wird in der Rückrunde pausieren.

Am 17. Januar wird der FC Dulliken die Vorbereitung für die zweite Saisonhälfte in Angriff nehmen. Pro Woche stehen drei Trainingseinheiten an. Das erste Testspiel wurde auf den 4. Februar angesetzt. Der Gegner ist der FC Langenthal, das Spiel wird auf dem Kunstrasen in Gränichen stattfinden. Wangen (11. 2.), Schötz (14. 2.), Binningen (25. 2.), Baden (28. 2.), Trimbach (4. 3.) und Gränichen (11. 3.) heissen die weiteren Testspielgegner des FCD. Die Rückrunde startet für Dulliken am 18. oder 19. März mit dem Gastspiel in Subingen.