Tennis

Neuer Technischer Leiter im Tennis: «In Solothurn gibts genügend Talente»

Fabio Bärtschiger.

Fabio Bärtschiger.

Der neue Technische Leiter des Kantons Solothurn, Fabio Bärtschiger, will die Region wieder an die Spitze führen. Talente gibt es genügend, ist er überzeugt. Wichtig seien aber der nötige Biss und die Opferbereitschaft.

Fabio Bärtschiger machte sein Hobby zum Beruf. Der 29-jährige Oltner betreibt in Malters und Rothenburg eine eigene Tennisschule und ist nun auch Technischer Leiter für den Kanton Solothurn. «Es ist eine sehr grosse Ehre für mich, diesen Posten zu besetzen. Für mich war klar, dass ich meiner Heimat und meinem Sport etwas zurückgeben möchte. Ich will dem Kanton Solothurn wieder nach vorne verhelfen», erklärt der Tennislehrer.

Tennisakademie in Planung

Der Kanton Solothurn sei in der letzten Zeit ein wenig ins Hintertreffen geraten und man dürfe den Anschluss nicht verlieren, wie Bärtschiger weiter erklärt. Und ein wichtiger Schritt werde nun angegangen im nordwestschweizer Kanton, wie der 29-Jährige meint: «Eine Tennisakademie im CIS in Solothurn ist in Planung. Durch dieses Zentrum müssten unsere Jungtalente nicht mehr in andere Kantone trainieren gehen, sondern könnten von der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Sportzentrum profitieren. Dies würde vieles vereinfachen.»

Doch müsse auch der nötige Biss von den Jungen vorhanden sein, damit sie es an die Spitze schaffen, wie Bärtschiger verlangt: «Im Tennis, vor allem bei den Männern, ist die Konkurrenz so gross und so stark, dass eine gute Infrastrukturen nicht reicht. Die Junioren müssen ein Ziel vor Augen haben und für dieses auch Opfer und Aufwand erbringen.» Dass genügend Talent im Kanton Solothurn vorhanden sei, ist sich der Oltner sicher.

Klubs zusammenführen

«Ich will nun die verschiedenen Klubs wieder näher zusammenführen. In letzter Zeit fehlte ein wenig der Austausch. Alle kochten ihr eigenes «Süppchen». Wir wollen nun diese Zusammenarbeit optimieren und das Zusammenspiel zwischen Tennisklubs und Akademien synchronisieren, damit die jungen Talente auch perfekt vorbereitet werden», erklärt Bärtschiger sein Konzept. Die Arbeit bei Swiss Tennis sieht der Solothurner als sehr gut an. «Wir haben in den letzten Jahren grosse Schritte nach vorne gemacht und sind auf dem richtigen Weg. Man muss einfach auch relativieren. Natürlich haben wir einen überragenden Roger Federer, aber schon Spieler unter den Top 100 sind ein grosser Erfolg. Deshalb habe ich auch grossen Respekt vor einem Stanislaw Wawrinka», findet der neue Technische Leiter. Natürlich befürchte auch er, dass das allgemeine Interesse nach Federer abbrechen könnte, aber der Solothurner ist zuversichtlich, dass viele Talente kommen würden und schliesst ab: «Wir müssen unsere Juniorinnen und Junioren jetzt einfach gezielt fördern und unterstützen.»

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