Volleyball

Neuer Coach, neues Glück – Volley Schönenwerd will wieder angreifen

Schönenwerds dienstälteste Spielerin im Angriff: Milica Cupac.

Schönenwerds dienstälteste Spielerin im Angriff: Milica Cupac.

Mit Mikolaj Ostrowski bekommt das NLB-Frauenteam Volley Schönenwerd einen Trainer, der zuletzt bei einem Männer-NLA-Team angestellt war. Seine wertvolle Erfahrung könnte den Solothurnerinnen dabei helfen, die vergangene Saison (Finalrunde, Platz 4) zu toppen.

Als Liga-Neulinge schafften die Frauen von Volley Schönenwerd in der letzten NLB-Saison den Sprung in die Finalrunde, die sie auf dem vierten Platz beendeten. Auf die neue Saison hin, welche am Samstag mit einem Heimspiel gegen den VBC Münchenbuchsee beginnt, hat sich das Team kaum verändert. Schlüsselspielerin ist Diagonalangreiferin Laura Sirucek dank ihrer jahrelangen Erfahrung in der Nationalliga A.

Die wichtigste Veränderung betrifft die Trainerbank. Daniel Rocamora und Patrick Steffen beendeten ihre Arbeit bei den Schönenwerderinnen. Mikolaj Ostrowski heisst der neue Trainer.

Der Pole coachte in der abgelaufenen Spielzeit das Männer-NLA-Team von Uni Bern. Noch bevor die Hauptstädter in der Sommerpause ihren Rückzug aus der höchsten Liga bekannt gaben, wurde Ostrowski im Juli entlassen. «Der einzige Grund, weshalb wir ihm die 100-Prozent-Anstellung kündigen mussten, war das Budget», erklärte Präsident Felix Merz in der «Berner Zeitung». «Die finanzielle Situation ist und war nie einfach, wir müssen immer jeden Rappen umdrehen.»

«Heute hier, morgen dort»

Ostrowski zeigte sich dem Klub gegenüber dankbar, weil Uni Bern ihm den Einstieg als NLA-Trainer ermöglicht hatte: «Ich wäre gern geblieben. Aber ich habe eine Familie und bin auf ein entsprechendes Einkommen angewiesen.» So sei das Trainerleben halt. «Heute hier, morgen dort», sagte Ostrowski nach dem Abgang.

Bei Volley Schönenwerd ist der 38-Jährige nicht nur Headcoach der NLB-Frauen, er arbeitet zudem im Nachwuchsbereich. Er hat bei «Schöni» einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben.

Der Modus in der Nationalliga B hat sich nicht verändert. In der Westgruppe warten auf Schönenwerd je zwei Spiele gegen Münchenbuchsee, Köniz, Muri Bern, Aarau, Therwil, Visp und die zweite Equipe des Neuchâtel Université Club. Die besten vier Teams der Qualifikation ziehen in die Finalrunde ein, die zweite Hälfte der Liga muss in die Abstiegsrunde.

Volley Schönenwerd stellt in der anstehenden Saison bei den Frauen das einzige Solothurner NLB-Team. Der VBC Gerlafingen stieg als schwächstes Team der NLB in die 1. Liga ab. Dort treffen die Wasserämterinnen am Sonntag zum Auftakt auf den VC Uettligen. Im Verlauf der Saison wird es zum Derby gegen den zweiten Solothurner Erstligisten, den TV Grenchen, kommen.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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