Faustball

Neuendorf in Lauerstellung hinter dem Favoriten-Duo Jona/Diepoldsau

Die Frauen aus Diepoldsau streben in der kommenden Hallensaison die Titelverteidigung an

Die Frauen aus Diepoldsau streben in der kommenden Hallensaison die Titelverteidigung an

Am Sonntag beginnt die neue Nationalliga A Hallensaison der Frauen im Faustball. Das Team aus Neuendorf will um einen Medaillenplatz mitreden. Spannend wird es auch im Kampf um den Ligaerhalt.

Im vergangenen Februar durchbrach das Team aus Diepoldsau die Dominanz des TSV Jona und gewann auf spektakuläre Weise nach abgewehrten Matchbällen im fünften. Diepoldsau sicherte sich dadurch den ersten Schweizer Meistertitel der Vereinsgeschichte. Entsprechend treten die Ostschweizerinnen nun als Titelverteidigerinnen an und sind automatisch die Gejagten.

Eine neue Situation für das Team, was die Hauptangreiferin Tanja Bognar aber keineswegs beunruhigt: «Dank der Teilnahme an internationalen Events haben wir uns noch einmal verbessert und können nun mit viel Selbstvertrauen aufspielen.»

Entsprechend ist die Titelverteidigung das erklärte Ziel. Keineswegs ein unrealistisches Vorhaben, denn mit der Deutschen Lena Wahl, die früher beim Spitzenteam aus Dennach gespielt hat, haben sich die Rheininslerinnen im Angriff namhaft verstärkt.

Die stärksten Kontrahentinnen der Titelverteidigerinnen kommen aus Jona. Die Ligadominatorinnen auf dem Feld stellen auch in der Halle ein starkes Team und können in Bestbesetzung antreten. «Wir würden den Titel natürlich gerne zurückholen», sagt denn auch Angreiferin Janine Stoob.

Ein gewichtiger Abgang bei den Neuendörferinnen

Hinter den zwei Spitzenteams folgen die sechs weiteren NLA-Equipen Elgg, Schlieren, Embrach, Hochdorf, Kreuzlingen und Neuendorf. Am ehesten wird der Mannschaft aus Neuendorf zugetraut, das favorisierte Duo Jona/Diepoldsau zu gefährden.

Dass sie die dafür notwendigen Qualitäten mitbringen, haben die Neuendörferinnen in der abgelaufenen Feldsaison bewiesen, als sie beide Spitzenteams geschlagen und sich am Ende die Silbermedaille gesichert haben.

FB Neuendorf muss allerdings den Rücktritt von Melissa Steiner kompensieren. «Wir möchten uns für das Final4-Turnier qualifizieren und dort um die Medaillen kämpfen», lautet die Zielsetzung von Livia Galli.

Kreuzlingen ohne Sara Peterhans

Läuft alles nach Papierform, dürfte sich wohl auch Kreuzlingen für das Final4-Turnier qualifizieren. Die Ostschweizerinnen, die neu von Fabio Tenini und Andy Sprenger trainiert werden, müssen allerdings auch einen gewichtigen Ausfall verkraften.

Angreiferin Sara Peterhans weilt wegen eines Sprachaufenthalts in Australien und wird dem Team daher nicht zur Verfügung stehen. «Wir haben bereits in der letzten Feldsaison bewiesen, dass wir die Spitzenteams auch ohne Sara ärgern oder gar schlagen können», sagt Captain Arina Meister. «Wir wollen daher wie letztes Jahr ans Final4-Turnier und uns dort von unserer besten Seite präsentieren.»

Letztjähriger NLB-Zweite Elgg rückt in die NLA nach

Nicht mehr in den Kampf um den Titel eingreifen wird das Team des STV Oberentfelden-Amsteg. Die Equipe um Captain Sabrina Siegenthaler hat sich freiwillig aus der höchsten Spielklasse des Landes zurückgezogen, da gleich vier Spielerinnen aus familiären und beruflichen Gründen kürzer treten müssen. Die Oberentfelderinnen wagen einen Neustart in der 1. Liga.

Nachgerückt ist der letztjährige NLB-Zweite aus Elgg. Die Elggerinnen, die in der Feldsaison bereits in der NLA gespielt und sich den Ligaerhalt gesichert haben, wollen dies nun auch in der Halle schaffen. «Unser Ziel ist der Ligaerhalt. Idealerweise erreichen wir Rang fünf oder sechs, damit wir in der Abstiegsrunde auf einen schwächeren Gegner treffen», so Oliver Lang, der das Team gemeinsam mit Edi Hagen betreut.

Aufsteigerinnen setzen auf junge Spielerinnen

Auch die Equipen aus Schlieren, Embrach und Hochdorf geben den Verbleib in der höchsten Schweizer Spielklasse als Saisonziel bekannt. «Ich sehe uns gemeinsam mit Embrach und Schlieren als Abstiegskandidatinnen», sagt Hochdorfs Trainer Daniel Gübeli. Die Aufsteigerinnen setzen vermehrt junge Spielerinnen ein und sind daher nicht mehr ganz so stark einzustufen wie zuletzt.

Auch Schlieren muss mit Sabine Pfister und Simone Eicher zwei namhafte Abgänge verkraften. «Wir müssen uns erst neu finden und an Stabilität gewinnen. Trotzdem wollen wir uns klar absetzen von den Abstiegsplätzen und streben eine Klassierung im Mittelfeld an», so Abwehrspielerin Friederike Wilke.

Embrach, das bereits im Sommer den Abstieg in Kauf nehmen musste, kompensiert zwei Ausfälle mit der Reaktivierung von ehemaligen Spielerinnen. Wieder mit dabei sind Irene Rohner, Bettina Wismer und Rachelle Koch. «Wir glauben daran, dass wir in dieser Konstellation den Ligaerhalt schaffen können», sagt Nicole Kunz.

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