Faustball
Neuendorf gewinnt Faustball-Krimi gegen Vordemwald

Die NLA-Faustballer aus Neuendorf konnten erstmals zu Hause spielen. Die Solothurner haben beide Spiele gegen die Aufsteiger Schaffhausen und Vordemwald gewonnen.

Yvonne Stampfli
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Christoph Santschi schliesst für Neuendorf erfolgreich ab.
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Stefan Fuhrer erwischt den Ball mit vollem Körpereinsatz.
Stefan Fuhrer im Banne des Balls.
Neuendorf gewinnt Faustball-Krimi gegen Vordemwald
Neuendorfer Jubel nach einem Punktgewinn.
Daniel Nützi vom Faustballclub Neuendorf erwischt den Ball weit ausserhalb des Spielfelds.

Christoph Santschi schliesst für Neuendorf erfolgreich ab.

Roland Jaus

Auf der Spielwiese neben dem Schulhaus eröffnet Neuendorf gegen Schaffhausen die dritte NLA-Runde der Faustballer. Trainer Thomas Rüegsegger ist zuversichtlich: Teamgeist und Selbstvertrauen seien gut, und er habe zum ersten Mal alle acht Spieler zur Verfügung. Die Neuendorfer liegen auf Platz sechs, punktegleich ist Vordemwald auf dem siebten und Schaffhausen auf dem letzten Platz. «Egal, gegen wen wir spielen, wir bereiten uns immer gleich vor», erklärt der Luterbacher.

Das erste Spiel gegen die Aufsteiger aus der Ostschweiz haben die Solothurner bestens im Griff. Sie spielen mit Übersicht und Spielwitz. So gewinnen die Gäuer 3:1. «Den dritten Satz nehme ich voll auf meine Kappe, ich habe mit zu vielen Wechseln die Stabilität herausgenommen», erklärt Thomas Rüegsegger. Im letzten Spiel des Tages spielt Neuendorf gegen Vordemwald. Die beiden Mannschaften kennen sich bestens, da sie erst vor einigen Wochen zusammen ein Trainingslager absolviert haben. Dies können die Spieler aber während des Ernstkampfs ausblenden. Der Trainer ist weiterhin optimistisch: «Wir sind die etwas routiniertere Mannschaft, dies wird uns sicher helfen.» Recht sollte er behalten, der 43-Jährige.

Dem Ziel näher gekommen

Die Neuendorfer beginnen mit einigen Fehlern, und so gerieten sie bald mit 0:2-Sätzen in Rückstand. Obwohl die Gäuer im zweiten Satz gut starteten, gewannen sie ihn nicht. Der zweite Satzball im dritten Durchgang gewinnt das Heimteam dank einem Servicefehler von den Aargauern. Im vierten Satz liefern sich die beiden Teams ein Kopf-an-Kopf-«Rennen», wobei die Neuendorfer immer vorlegen konnten. Gleich die erste Möglichkeit zum Satzausgleich nutzen die Solothurner. «Die Spannung ist kaum zu überbieten, aber jetzt packen wirs», meinte ein Fan. Er hatte recht. Die Solothurner wirkten abgeklärter, während den Gästen mehr Fehler unterliefen und sie eher etwas nervös wirkten. So gewann Neuendorf den entscheidenden Umgang dank einem erneuten Servicefehler der Gegner. Mit diesen vier Punkten ist Neuendorf seinem Saisonziel schon wieder ein kleines Stück näher gekommen. «Wir wollen in die Finalrunde (unter die besten fünf) kommen», erklärt Rüegsegger.

Neuendorf kann auf einen starken Nachwuchs zählen, gleich 40 Spieler unter 16 Jahren zählt der Verein. Und Kevin Nützi, der in Rüegseggers Gruppe spielt, ist im erweiterten Nationalkader. Dieses bereitet sich für die Europameisterschaft im August in Deutschland vor. Nun denkt aber selbst Nützi nicht so weit, sondern geht mit allen anderen feiern und stösst auf die vier Punkte an.