Beim vorletzten Aufeinandertreffen verlor der HVH mit 22:39 deutlich. Nun wollte er sich revanchieren und das letzte Spiel in der zweithöchsten Handball-Liga für sich entscheiden. Man spürte, dass es in diesem Berner Derby für beide Mannschaften um viel geht.

Die Buchserinnen wollen die Chancen für den Aufstieg intakt halten, die Thunerinnen könnten mit einem Sieg den Aufstieg realisieren. So starteten beide Mannschaften etwas nervös, aber konzentriert. Der erste Treffer glückte einer Buchserin, jedoch mussten die aus Thun angereisten Fans nicht lange warten, bis ihr Team die Führung übernahm. Obwohl sich die Gäste immer wieder mit ein paar Toren Vorsprung absetzten, blieb es spannend, denn der HVH konnte auf-, jedoch nie überholen. Am Schluss stand es auf der Anzeigetafel im Mittelholz 29:24 für Rotweiss.

Keine Vorwürfe an das Team

Trotz der Niederlage kann Cheftrainer Jürg Lüthi seinen Frauen keinen Vorwurf machen: «Wir spielten gut, auch in der Defensive, aber Thun hat sehr gute Einzelspielerinnen, die trotzdem Tore schossen.» Nun ist das Saisonziel nicht mehr realisierbar, denn der Aufstieg bleibt weiterhin ein Traum. Für Lüthi geht nicht nur ein Ziel nicht in Erfüllung, sondern er beendet Ende Saison seine Arbeit mit dieser Mannschaft. Nun hat das Team bereits das zweite Mal die Aufstiegsrunde nicht erfolgreich abgeschlossen.

«Das Team braucht neue Impulse», erklärt der abtretende Trainer, der auch das Präsidium des Vereins innehat. Als Präsident müsse er auch an das Team und den Verein denken. Zukünftig werde er wahrscheinlich im Nachwuchsbereich der Männer sein Know-how einsetzen. Selber spielt er nicht mehr aktiv, aber im Herzen bleibt er ein Handballer. Sein Einsatz ist unverkennbar, er lebt ein Spiel an der Seitenlinie voll mit.

Nachwuchs noch nicht so weit

Zum Team meint Lüthi: «Der HVH hat ein schmales Kader.» Mangeln tue es nicht grundsätzlich an der Anzahl Spielerinnen, aber an der Erfahrung. «Viele Junge haben noch nicht das Niveau von einer Daria Kaiser, die neun Tore an einem Abend schiesst», sagt Lüthi.

Die Saison ist aber noch nicht zu Ende. Am Samstag, 14.April, spielt Buchsi gegen Yellow Winterthur den Cup-Halbfinal in Sursee. Jedoch ist es klar Aussenseiter in dieser Partie. Eine Woche später findet das letzte Spiel der Aufstiegsrunde in Basel statt. Da geht es für die Bernerinnen aber nur noch um die Ehre.