Die spielentscheidende Szene ereignete sich kurz vor der Halbzeitpause. Patrick Sommers Flanke findet in Andreas Oeggerli nahe dem Torpfosten einen Abnehmer. Der Topscorer der vergangenen Saison köpft den Ball in Richtung Tor. Die Kugel erreicht ihr Ziel allerdings nicht und springt an die Hand von Kevin Lenz.

Während die Heimmannschaft in dieser Szene ein klares Handspiel sah, waren der Gegner und das Schiedsrichtergespann anderer Meinung. «Der Spieler hatte keine Chance, die Hand wegzuziehen. Ausserdem geht der Ball zur Hand und nicht umgekehrt», begründete Schiedsrichter Yassin Male seinen Entscheid. FCH-Trainer Bruno Büttiker war anderer Meinung. «Jeder Zuschauer sah das Handspiel, nur die drei Spielentscheidenden sahen es nicht.

Nicht der Grund für die Niederlage

Auch wenn dies nicht der Grund für die Niederlage war, das Spiel wäre durch den Elfmeterpfiff in eine andere Richtung verlaufen», ist sich Büttiker sicher. Auch sein Schützling Andreas Oeggerli schloss sich der Meinung Büttikers an und tat seine Meinung während des Spiels immer wieder beim Schiedsrichter kund, was in der 41. Minute zu einer Gelben Karte gegen ihn führte. Doch Härkingens Captain hatte noch nicht genug und redete weiter auf den Schiedsrichter ein, bis dieser erneut zur Gelben griff und ihn logischerweise des Feldes verwies.

Bereits mit 2:0 in Führung

Zum Zeitpunkt der strittigen Szene war Fulenbach bereits mit zwei Toren in Führung gegangen. «Diese beiden Gegentore waren der Grund für die Niederlage», blickte Bruno Büttiker zurück. Fulenbach hatte Mühe ins Spiel zu finden und war so in der Startphase die unterlegene Mannschaft. Trotzdem jubelten sie nach nur neun Minuten Spielzeit das erste Mal. Das Spiel gestaltete sich nach diesem Tor zwar ausgeglichener, allerdings war es erneut der SCF, welcher 18 Minuten später jubeln konnte.

Auch wenn Trainer Scherz in der zweiten Halbzeit, welche Fulenbach nach dem Platzverweis in Überzahl antreten konnte, ob dem Schweizer Cup-Match am Mittwoch einen Gang zurückschalten wollte, war Simon Affentrangers Torhunger noch nicht gestillt. So leitete er in der 50. Spielminute durch einen schnell ausgeführten Freistoss wiederum seinen eigenen Torerfolg selber ein. Härkingen rappelte sich in der Folge nochmals auf und kämpfte tapfer, bis ihnen nach einem Eckball des Gegners per Konter der Treffer zum 1:3 gelang. Es war Michael von Arx, welcher vollendete.

Die Antwort der Fulenbacher liess nicht lange auf sich warten, denn nur gerade drei Minuten später krönte Simon Affentranger seine Leistung mit dem dritten Treffer. Der Treffer zum 2:4 durch Jan Büttiker nach einem Lapsus von Lukas Wyss kam zu spät, als dass noch Hoffnung auf mehr aufkommen konnte. Um den Schlussstand war dann wieder ein Fulenbacher besorgt. Der acht Minuten zuvor eingewechselte Luca Spielmann drosch das Leder in der letzten Spielminute zum 5:2 Endstand in die Maschen.