Handball
Nationalliga B: Solothurn/Grauholz mit einem Paukenschlag

Der B-Ligist Solothurn/Grauholz siegt in der Nationalliga B gegen den klaren Favoriten Yellow Winterthur mit 22:19 und gibt die Rote Laterne ab.

Oliver Winistörfer
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Dritter Saisonsieg: Solothurn mit Samuel Hubacher. Marcel Bieri

Dritter Saisonsieg: Solothurn mit Samuel Hubacher. Marcel Bieri

Viele schrieben die Solothurner nach den letzten Niederlagen und der Übernahme der Roten Laterne schon ab. Doch gegen den Dritten der NLB aus Winterthur starteten die Gastgeber sensationell. Nach 11 Minuten stand es schon 6:0 für Solothurn/Grauholz.

Während das Tabellenschlusslicht vorne ein gutes Kombinationsspiel aufbaute, konnten die Spieler auf den sicheren Rückhalt, Jan Tatarinoff, bauen. Der Torhüter konnte seinen Kasten durch eine starke Performance mehr als 12 Minuten rein halten.

Erst nach einem Timeout der Gäste musste sich Tatarinoff das erste Mal geschlagen geben. Und ab dem ersten Treffer fand auch Winterthur ins Spiel. Da die Gäste nun mit mehr Härte spielten, hatten die Gastgeber in der Offensive mehr Mühe und der Motor geriet ins Stocken.

Yellow Winterthur kam bis auf 4:7 an die Solothurner ran. So sah sich Trainer Zlatko Portner gezwungen auch sein Time Out zu nehmen, um seine Truppe zu beruhigen. Und der Plan schien aufzugehen. Die Gastgeber konnten bis zur Pause auf 11:7 davonziehen.

«Endlich gefunden»

In der zweiten Hälfte schmolz der Vorsprung aber stetig. Einerseits konnten die Winterthurer immer wieder die Solothurner Defensive durchbrechen, andererseits wurde Solothurn/Grauholz durch die resolute Körperarbeit von Yellow, welche oft an oder über der Grenze des Regulären war, vom Tor ferngehalten.

Wenn Schüsse von Portners Truppe auf das gegnerische Tor kamen, waren sie meistens zu unplatziert und eine leichte Beute für den Zürcher Schlussmann Markus Haupt. So stand es in der 42. Minute plötzlich wieder 13:13. Der Vorsprung war weg und man musste nun eine Kehrtwende zu Ungunsten der Gastgeber befürchten.

Grosse Teamleistung

Doch die Jungs von Zlatko Portner bewiesen einen enormen Siegeswillen und Kampfgeist und erhöhten innerhalb sechs Minuten wieder auf 16:13. Auch in dieser Phase war es wieder der starke Jan Tatarinoff, der die Führung mit seinen Paraden sicherstellte. Diesen Vorsprung gaben die Gastgeber dann nicht mehr aus der Hand und sicherten sich den dritten Sieg der Saison. «Wir haben super verteidigt und gaben alles füreinander.

Wir wollen dieses positive Erlebnis nun mit in die Pause nehmen und nachher so weitermachen», meinte Tatarinoff nach dem Spiel. Auch Trainer Peter Slatko war zufrieden mit dem Gezeigten: «Wir haben uns endlich gefunden. Unsere Verteidigung und Jan haben einen sehr guten Job gemacht. Wir haben uns nun bewiesen und wollen mit diesem Erfolg am 7. Januar wieder ins Trainings starten.»

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