Mountainbike
Nathalie Schneitter will am Tag X ein Zeichen setzen

Nach einer nicht idealen Saison und einer misslungenen Hauptprobe in Muttenz ist Nathalie Schneitter trotzdem guter Dinge für die aktuell stattfindenden Weltmeisterschaften in Südafrika.

Luca Muntwyler
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Die Schlammschlacht in Muttenz beendete Schneitter auf Rang 9. LMU

Die Schlammschlacht in Muttenz beendete Schneitter auf Rang 9. LMU

Das Erste, was Nathalie Schneitter nach der Zieleinfahrt in Muttenz beim letzten Rennen vor der Weltmeisterschaft im südafrikanischen Pietermaritzburg gesagt hat, kann man nicht in einer Zeitung drucken. Die WM-Hauptprobe ist für die Mountainbikerin also alles andere als geglückt.

Dennoch bleibt die 27-Jährige optimistisch. Obwohl ihr bestes Ergebnis in einem Weltcup-Rennen lediglich der 17. Rang war, sollte ein Platz in den Top 15 im Bereich des Möglichen liegen – ziemlich tief gesteckte Ziele. «Am Tag X muss alles aufgehen. Ich habe den Fokus während Wochen auf die WM gerichtet. Nun muss ich die Konzentration hochhalten. Wenn mir das gelingt, bin ich zuversichtlich für eine gute Leistung», sagt die WM-Fünfte von 2011.

Der Lommiswilerin kommt zugute, dass sie nicht mit der Last der Teamleaderin an den Start gehen muss. Der Druck in der Schweizer Mannschaft lastet auf anderen Schultern. «Ich muss keine Medaille liefern. Aber für die Schweiz an einem Grossevent zu fahren, ist immer eine Chance. Da ist immer ein gewisser Druck vorhanden. Ich möchte auch zeigen, dass ich die Qualifikation verdient habe und dass ich wieder da bin», erklärt die 27-Jährige.

Zeigen, dass sie wieder da ist – ein wichtiges Ziel. Schneitter hatte in diesem Jahr mit einer schwierigen Saison zu kämpfen, da litt auch das Selbstvertrauen ein wenig darunter. Doch kommt nun langsam der Aufschwung. «Ich habe im August viel trainiert und fühle mich gut vorbereitet», sagt die Fahrerin.

Dennoch läuft noch nicht alles nach Plan. Das zeigte auch das Rennen in Muttenz, das sie letztlich auf dem 9. Platz beendete. Zu schaffen machten der 27-Jährigen vor allem die schwierigen Wetter- und Streckenbedingungen. «Die Power war da. In den Pedalen fühlte ich mich gut. Ich musste aber viel laufen, das ging nicht wirklich optimal», berichtet Schneitter, die noch etwas müde war von den Vorbereitungen und deshalb nicht ganz an die Grenzen gehen wollte.

Das Ziel wäre gewesen, ein super Rennen abzuliefern und viel Selbstvertrauen zu tanken, doch «manchmal ist es auch gut, einen auf den Deckel zu bekommen. So geht man mit mehr Biss ins Rennen und wiegt sich nicht in falscher Sicherheit», bemerkt die Lommiswilerin schmunzelnd.

An der WM erwartet die Bikerinnen ein anderes Rennen. «Die Strecke ist spektakulär. Ich freue mich sehr», so die Studentin. Es kommt dann aber aufs Wetter an. Bei Regen wird der lehmige Boden in Pietermaritzburg zur Rutschpartie. «Dann muss man rauf und runter laufen», witzelt Schneitter. Und das will sie unbedingt vermeiden.

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