Leichtathletik
Nathalie Lauber springt so hoch wie noch nie

Die Wangner Hochspringerin Nathalie Lauber gewann an der Schweizer Hallen-Meisterschaft in St. Gallen die Silbermedaille.

Manfred Dysli
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Das Siegertrio im Frauen-Hochsprung (v.l.): Michelle Zeltner (3.), Giovanna Demo und Nathalie Lauber (2.).

Das Siegertrio im Frauen-Hochsprung (v.l.): Michelle Zeltner (3.), Giovanna Demo und Nathalie Lauber (2.).

Christian Staehli

Bei den Schweizer Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften in St. Gallen setzten am ersten Wettkampftag die Sprinter die Glanzpunkte. Im 60-m-Finallauf egalisierte Mujinga Kambundji als souveräne Schweizer Meisterin ihren eigenen Schweizer Rekord von 7,18, den die 22-jährige Bernerin vor drei Wochen in Magglingen aufgestellt hatte.

Bei den Männern qualifizierte sich der Freiburger Pascal Mancini als neuer Schweizer Meister mit 6,68 für die Europameisterschaft in drei Wochen in Prag. Am grossen Finalsonntag gewann die 20-jährige Wangner Hochspringerin Nathalie Lauber im spannenden Wettbewerb hinter Giovanna Demo mit 1,80 m die Silbermedaille. Die Tessinerin kam bei ihrem dritten Titel in Serie als Schweizer Indoormeisterin auf eine Siegeshöhe von 1,82 m.

Neue Bestmarke in der Halle

Nathalie Lauber verbesserte mit 1,80 ihre persönliche Bestleitung in der Halle. «2014 bin ich allerdings in Basel und im deutschen Hassloch im Freien auch schon 1,80 m hoch gesprungen. Meine bisherige Bestleistung in der Halle stand auf 1,79 m», sagte die Bauingenieurstudentin der ETH Zürich. Lauber verwies ihre Vereinskameradin von der GG Bern, die Siebenkämpferin Michelle Zeltner, wegen der Fehlversuchregelung auf den dritten Platz. «Mit meiner Leistung bin ich zufrieden, obschon ich auf 1,74 m einen Fehlversuch hatte. Bis 1,80 m reüssierte ich dann aber jedes Mal im ersten Versuch. Die 1,82 m waren für mich noch zu hoch, obschon ich die Latte nur knapp riss», ergänzte die Wangnerin.

Lauber hatte Anfang 2014 von ihrem langjährigen Klub BTV Aarau zur GG Bern gewechselt hat und arbeitet dort mit ihrem neuen Trainer Daniel Osterwalder zusammen. Das grosse Ziel der besten Hochspringerin aus dem Kanton Solothurn ist in diesem Jahr die U23-Europameisterschaft in Tallin (Estland). «Jetzt mache ich aber eine kleine Pause. Dann beginnt schon die Aufbauphase für die Freiluftsaison, verbunden mit einem zwölftägigen Trainingslager auf Mallorca.»

Eine Spitzenleistung zeigte auch der Biberister Hürdensprinter Daniel Beer. Denn hinter dem Favoriten Brahin Pena aus Amriswil, der mit 7,86 Schweizer Meister wurde, und Michael Page von der GG Bern (8,08) gewann der jetzt in Zuchwil wohnhafte Wasserämter etwas überraschend die Bronzemedaille mit der persönlichen Bestzeit von 8,13. «Das war meine erste Medaille bei den Aktiven. Gegenüber den letzten Jahren habe ich mich um 12 Hundertstel steigern können», stellte der junge Bauzeichner fest.

Im 800-m-Lauf der Frauen, der ohne die grosse Favoritin Selina Büchel stattfand, die an diesen Meisterschaften im Hinblick auf die EM in Prag über 400 m startete, fehlte auch die für den STV Welschenrohr lizenzierte Oensinger Mittelstrecklerin Iris Lauper. Ihr Trainer Hansruedi Mägli nannte als Ursache einen Ermüdungsbruch. «Iris Lauper muss jetzt mindestens eine sechswöchige Trainingspause einschalten und kann nur alternativ im Wasser und auf dem Velo trainieren», sagte Mägli.