Mountainbike
Nach zweimal Leder will er nun Edelmetall

Der Langendörfer Lukas Loretz hat an diesem Wochenende Grosses vor: Bei den Schweizer Meisterschaften im Montainbike in Balgach möchte er im Cross Country der Alterskategorie U23 erstmals eine Medaille erobern.

Hans Peter Schläfli
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Lukas Loretz visiert in Balgach SG einen Podestplatz an.

Lukas Loretz visiert in Balgach SG einen Podestplatz an.

Hans Peter Schläfli

Zweimal hat sich Lukas Loretz bei Schweizer Meisterschaften im Cross Country nun schon mit der «ledernen» Medaille abfinden müssen. «Nach den vierten Plätzen will ich diesmal unbedingt aufs Podest», blickt der 21-jährige Langendörfer optimistisch auf das U23-Rennen in Balgach (St. Gallen) vom Sonntag. «Favorit ist sicher Reto Indergand, aber chancenlos bin ich nicht.» Der Optimismus ist begründet. Im U23-Weltcup konnte sich Loretz in letzter Zeit kontinuierlich verbessern.

Zuletzt belegte er in Windham (USA) den guten 16. Platz – als zweitbester Schweizer hinter dem Innerschweizer Indergand. «Seit ich meine Polymechanikerlehre und die Berufsmittelschule abgeschlossen habe, arbeite ich nur noch rund 50 Prozent auf Montage, damit ich mehr Zeit für den Sport habe», erklärt er die markante Steigerung. So träumt er davon, bis in die Weltspitze vorzustossen. Ob er bald so schnell sein wird wie sein grosses Vorbild Nino Schurter, der mit erst 26 Jahren zu den Favoriten an den Olympischen Spielen in London gehört? «Schön wärs», sagt Loretz. Er sei bereit, viel zu investieren, damit sich dieser Traum erfüllt. «Ich bin froh, dass ich meine Ausbildung abgeschlossen habe. Jetzt kann ich professionell trainieren.»

Mann gegen Mann

Bereits heute wird Loretz beim «Eliminator Sprint» starten. Für dieses rund einen Kilometer lange Rennen muss man sich zuerst mit einer schnellen Runde qualifizieren. Die besten 16 starten dann jeweils in Vierergruppen zu den Ausscheidungsläufen. Da wird Mann gegen Mann mit harten Bandagen um die Positionen gekämpft, auch der Einsatz der Ellbogen ist möglich. «Es ist alles erlaubt, solange die Hände am Lenker bleiben», erklärt Loretz die Spielregeln. Er ist für einen Ausdauersportler verhältnismässig muskulös. «Das hilft mir im Sprint, aber eine Prognose ist nicht möglich.» Sagt es und fährt zum Warmwerden auf die Schweizer Meisterschaft noch schnell einmal locker von Langendorf auf die Schauenburg.