Fussball 1. Liga

Nach verpatztem Rückrundenstart: Der FC Solothurn ist im Cup auf der Formsuche

Die Fans des FC Solothurn bekamen in der Rückrunde noch nicht allzu viele Gründe für Jubelstürme geboten.

Nach klaren Niederlagen in der Meisterschaft will der FC Solothurn in den Schweizer Cup. In der zweiten Qualifikationsrunde wartet aber ein spielstarker Gegner.

Die zweite Qualifikationsrunde für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups 2019/20 bringt für den FC Solothurn einen nicht unerwünschten Einschub im zweiten Wettbewerbsformat. Um diesen Platz wird mit dem FC Echallens Région eine Spitzenmannschaft aus der Westschweizer Erstliga-Gruppe gegen die Solothurner kämpfen.

Die viertklassierten Romands haben 31 Punkte auf dem Konto und das vorgezogene Meisterschaftsspiel gegen Schlusslicht Freiburg in der Saanestadt am Dienstag mit 4:0 gewonnen – mit Yassine El Allaoui als dreifachem Torschützen. Solothurn holt sein Punktespiel gegen Schötz am Mittwoch, 10. April nach.

«Wir wissen, dass Echallens eine spielstarke Spitzenmannschaft ist», sagt Solothurns Sportchef Hans-Peter «Bidu» Zaugg vorausblickend. «In unserer jetzigen Situation ist es sicher nicht schlecht, dass der Cup kommt», fügt er an.

Sein Präsident Samuel Scheidegger ergänzt: «Es ist immer eine schöne Sache, wenn man im Schweizer Cup einen grossen Gegner zugelost erhält, aber momentan ist es wichtiger, die Form zu finden und dieses Spiel dazu zu nützen».

Schon gegen GC mit viel Glück

Zu denken gibt den Verantwortlichen des FC Solothurn, dass in den beiden letzten Spielen mit dem 1:5 gegen Luzern II und dem 1:4 bei Black Stars Basel neun Verlusttore einkassiert wurden.

In den vorherigen 15 Spielen waren es nur deren 13! Sportchef Zaugg erklärt diese Negativentwicklung: «Fairerweise müssen wir sagen, dass im ersten Spiel bei GC II mit dem 2:1-Sieg schon sehr viel Glück dabei war, vor allem in der zweiten Halbzeit. Gegen Luzern II hat die ganze Mannschaft schlecht gespielt. Es fehlte an Emotionen und Engagement. Deshalb haben wir im Auswärtsspiel bei den Black Stars eine Reaktion erwartet».

In der ersten Halbzeit wurde den dominanten Baslern bis zur Führung (36.) keine klare Chance zugestanden. «Wir konnten die Flanke nicht verhindern und standen nicht gut, sodass der frei stehende Basler einköpfeln konnte», analysierte der Sportchef den ersten Gegentreffer. Für ihn hat Gewicht, dass Shpetim Arifi den Penalty in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nicht verwerten konnte.

Dies wollten die Solothurner nach dem Seitenwechsel umgehend korrigieren. Sie holten sofort einen Eckball heraus. Doch das 2:0 im direkten Gegenzug (48.) stuft Zaugg als haltbar ein, wie auch das 3:0 mittels Penalty fünf Minuten später als Geschenk nach einem Fehlpass.

«Absolute Leistungsträger fehlen»

Diese neun Gegentore lastet der Berner natürlich nicht nur der Verteidigung an. «Sie sind auf die Art zurückzuführen, wie wir verteidigen: Unsere Angriffe bauen auf einer soliden Defensive auf. Aber dazu muss die ganze Mannschaft defensiv arbeiten, daran hat es gemangelt», erklärt er. Mitverantwortlich sei auch, dass «absolute Leistungsträger, die das Spiel stark beeinflussen können, fehlten».

So hofft Zaugg, dass Massimo Veronica im Cup wieder dabei ist, ebenso Raphael Koch für einen Teileinsatz. Nichts forcieren wollen die Ambassadoren bei Loïc Chatton. Wegen einer körperlichen Anomalie mit drei Bandscheiben muss er sich gegen seine Rückenschmerzen regelmässig spritzen lassen.

Sacha Stauffer und Leo Schrittwieser sind nach ihren abgesessenen Sperren wieder dabei. Hingegen fehlen wegen gelb-roten Karten aus vergangenen Cup-Spielen Edin Hasanovic (vom 1/31-Final gegen Stade Nyonnais am 18. August 2018) und Patrick Riesen (2. Liga inter-Quali zwischen Binningen und Subingen vom 10. November 2018).

«Durch die Ausfälle und Umstellungen, durch die einige Spieler auf ganz andere Positionen spielen mussten, fehlte es in den vergangenen Spielen an den Automatismen», sieht Zaugg einen weiteren Grund für die momentane Baisse des FC Solothurn.

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