Eishockey

Nach Trainerwechsel: Jetzt wird bei «Zuchu» wieder geplappert

Max Weibel ist der neue Regisseur.

Max Weibel ist der neue Regisseur.

Nach dreijähriger Assistenzzeit ist Max Weibel jetzt der Chef an der Bande des Eishockey-Erstligisten Zuchwil Regio. Die Kommunikation zwischen Headcoach und Mannschaft wird gemessen an der letztjährigen Saison tsunamimässig explodieren.

«Im Sturm sind wir sehr gut aufgestellt», sagt Max Weibel. Mit Loris Stoller (von Ajoie), Marco Vogt (Basel Sharks), Eric Hojac, Roman Messerli (beide Biel Elite), Michel Zwahlen (Langenthal Elite) und Thomas Rohrbach (Argovia Stars) hat man vorne aufmunitioniert. Trotz der Abgänge der beiden langjährigen Leistungsträger Marco Pistolato und Freddy Stalder. Ungeachtet auch dessen, dass «Zuchu» bereits letzte Saison der Offensiv-King der Liga war. Fünf Goals markierte die damals noch vom Ex-UdSSR-Nationalspieler Yuri Wotschakow befehligte Truppe. Punkto Abwehr freilich stehen derzeit mickrige fünf Mann zur Verfügung. Cyrill Brunner wird noch mehrere Monate ausfallen. Neu in der Abteilung «Notwehr» im Vereidigungsdrittel ist beim Gruppenfavoriten allein Matthias Hirsbrunner, der von Lyss gekommen ist. «Wir sind ständig in Kontakt mit möglichen Kandidaten und werden uns diesbezüglich sicherlich noch verstärken», sagt Weibel.

Es drohen Autoritätsprobleme

«Ich bin mir bewusst, dass ich mich auf ziemlich dünnem Eis bewege», sagt Neo-Headcoach Max Weibel. Schliesslich war der 51-jährige Abteilungsleiter zuletzt drei Jahre vertrauensvolles Verbindungsglied zwischen Mannschaft und Trainer respektive Team und dem «Master of Universe» beim EHC Zuchwil Regio, Präsident und Sportchef Werner Ulrich. Da könnte es ergo unter Umständen, just, wenn es Mal nicht kugelrund laufen sollte, zu gewissen Autoritätsproblemen kommen – dessen ist sich Weibel bewusst. «Aber», so dieser: «Vom Präsidenten geniesse ich diesbezüglich volle Rückendeckung.»

Na dann wehe dem Kuven-Kasper, der beim zweifachen Amateur-Schweizer-Meister den Coach infrage stellt. Dem drohte unverzüglich ein präsidiales Heilanddonner und ein Anpfiff, dass er noch Wochen später glaubt, im Windkanal zu stehen. So wie zuletzt im Playoff-Final gegen Wiki-Münsingen, als die favorisierten Zuchwiler, die während der Saison viermal gewonnen hatten, nach einem Pleiten-Hattrick sang- und klanglos ausschieden.

Der dritte Titel soll es sein

Selbiges soll sich heuer natürlich nicht wiederholen. Wie hoch hinauf es gehen soll, dass will Weibel nicht in den Mund nehmen. Indes, man holt ja keine tauglichen NLB-Spieler, um «nur» die 1.-Liga-Playoffs zu erreichen. Der dritte Amateurmeister-Titel steht als das idealisierte Ziel im Raum.

Er werde als Coach weder einen Wotschakow sein, bei dem man nach fünf aufeinanderfolgenden Worten ja schon von einer unerträglichen Quasseltante sprechen musste, noch wolle er jemand anderes sein. «Ich werde das eine oder andere von dem übernehmen, was mir in meiner Laufbahn begegnet ist, aber klar auch meinen Stil pflegen», sagt Weibel. Eines jedoch steht auf jeden Fall fest: Die Kommunikation zwischen Headcoach und Mannschaft wird gemessen an der letztjährigen Saison tsunamimässig explodieren. Dafür wird auch der neue Assistenzcoach von Max Weibel, der 67-jährige Milan Mrukvia, sorgen. Ein Mann, der schon an vielen Elitejunioren- und 1.-Liga-Destinationen und auch Mal in Olten (NLB) tätig war.

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