Eishockey
Nach Heimspielen steht für den EHC Olten die Reise in die Ajoie (17.30) an

Gefeiert wurde nach der erst in der Verlängerung gelungenen Revanche am EHC Visp berechtigterweise Torhüter Michael Tobler. Insgeheim als Mann des Spiels in den Kabinen verschwand jedoch Justin Feser.

Yann Schlegel
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Können die Oltner auch dieses Wochenende wieder jubeln?

Können die Oltner auch dieses Wochenende wieder jubeln?

KEYSTONE

Mit seinem goldenen Schuss bezwang der Kanadier den Visper Schlussmann Martin Zerzuben und sicherte dem EHC Olten gegen den letztjährigen NLB-Meister den Zusatzpunkt. Doch für den 22-Jährigen dürfte sein persönlich zweites Saisontor zusätzlich besonderen Charakter gehabt haben: Da Vater Myron Feser und Justin Fesers Götti nach zweiwöchigem Europaaufenthalt vor ihrer Heimreise ein letztes Mal zugegen waren, freuten sie sich ganz besonders über das «Abschiedsgeschenk» von Feser-Junior. «Sie haben sich hart zurückgekämpft, aber wir dürfen dies einfach nicht zulassen», konnte Justin Feser nach dem Spiel dennoch nicht restlos mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein.

Rundum glücklich war nach seinem Ferienaufenthalt Papa Feser. Von den fünf Spielen, die er zu Gesicht bekam – darunter das Stadioneröffnungsderby gegen Langenthal und der Auswärtssieg beim aktuellen Leader Langnau – konnten die Dreitannenstädter vier für sich entscheiden. «Zwischen den Spielen haben wir Luzern, München und Mailand besucht», erzählte der Bankmanager mit leuchtenden Augen.

Feser fühlt sich wohl

Wenn heute Abend Justin Feser eine intensive Woche, mit dem dritten Spiel innerhalb von sechs Tagen, in der Ajoie beschliesst, werden Vater und Götti bereits wieder in Kanada sein. Feser verspürt deswegen keine Wehmut, sei es doch heuer viel einfacher gewesen, mit den letztjährigen Erfahrungen nach Olten zurückzukommen, da er alle Leute und die Stadt bereits kannte. «Ich fühle mich gut hier, wohne mit meiner Freundin in Olten». Megan, Fesers Partnerin, absolviert an der Fachhochschule Nordwestschweiz einen Wirtschafts-Master, womit sich die beiden gegenseitig unterstützen können. «Es gibt immer Raum zur Verbesserung, du kannst nie damit zufrieden sein, wo du stehst», nimmt Feser, der bisher mit elf Assists als Vorbereiter glänzte, zu seiner Leistung Stellung. Er wolle mit zunehmendem Verlauf der Saison besser werden, so das kanadische Kraftpaket.

Nach fünf Niederlagen in Serie findet sich der HC Ajoie in der dicht gedrängten NLB-Tabelle am Schluss wieder. Zudem mussten die Ajoulots zuletzt den Ausfall ihres kanadischen Captains Kevin Cloutier verkraften. Einer Hirnerschütterung wegen wird der Topskorer auf unbestimmte Zeit ausfallen – sein bereits gefundener Ersatz heisst Francis Lemieux, ist ebenfalls Kanadier und wird heute Abend gegen den EHC Olten sein Debut geben.