FC Solothurn
Nach Heimniederlage wird die Luft für den FC Solothurn immer dünner

Der 1.-Ligist FC Solothurn unterliegt den Old Boys zu Hause mit 1:4. Die Hasler-Truppe muss nach diesem zweiten klaren Rückschlag im Spitzenkampf gegen die Basler aufpassen, die gute Ausgangslage mit Ziel Promotionsliga nicht vorzeitig zu vergeben.

Pius Rüegger
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FC Solothurn unterliegt den Old Boys Basel zu Hause mit 1:4
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Solothurns Davide Redzepi (R) im Kampf um den Ball gegen Old Boys Aurelien Wurtzel (L)
Solothurns Paulo Vogt (R) im Kampf um den Ball gegen Old Boys Aurelien Wurtzel
Die Old Boys Spieler hatten gegen den FC Solothurn Grund zu jubeln.

FC Solothurn unterliegt den Old Boys Basel zu Hause mit 1:4

Marcel Bieri

«Die Luft wird dünner», sagte FCS-Trainer Roland Hasler. Der FC Solothurn befindet sich noch weit entfernt davon, an die erfolgreiche Vorrunde anzuknüpfen.

Drei schnelle Tore

Wie in Wangen vermochte die Stadionelf zu wenig, sich hinter die gegnerische Abwehr zu spielen und Gefahr heraufzubeschwören. Wenn es gelang, standen Patrick Hasler nach dem Durchspiel über mehrere Stationen OB-Verteidiger Wurtzel (7.) oder Vogt bei seiner Triplette in den Minuten 47, 49 und 52 die fehlende Präzision im Weg.

«OB hat die gewisse Klasse, aus sehr wenig viel herauszuholen», anerkannte Hasler. Just im Moment, als die Einheimischen den Druck zu verstärken begannen, kassierten sie das wegweisende 0:1. Thürings Freistoss aus 25 Metern flog in der 15. Minute – zu dessen eigener Überraschung – dank ausweichender Gegenspieler beim entfernteren Pfosten ins Netz.

Chancen vergeben

«Wir müssen wieder wie in der Vorrunde stehende Bälle vermeiden», sagte Hasler. Weil beim Heimklub die defensive Absicherung in der Reaktionsphase zu wünschen übrig liess, vermochte OB durch Bartlomé gegen Ilic via weiten Pfosten zu erhöhen (27.). Die Basler fühlten sich trotz Zweitoreführung noch nicht sicher.

Mit dieser Einschätzung lagen die Gäste richtig. Mit der Doppeleinwechslung für die zweite Hälfte von Munoz für Ilic und Danny Hasler für Meier versprachen sich die Einheimischen eine Verbesserung in der Offensive. Die drei vergebenen Vogt-Chancen waren jedoch bezeichnend für das Solothurner Spiel.

Ohne Ordnung und System

Die Hauptursache liess sich in der fehlenden Präzision eruieren. Zudem gelang es den Platzherren nicht, beim eingeschlagenen hohen Tempo Ordnung und System einzubringen.

Old Boys agierte weit aggressiver und war laufbereiter. Ein Beweis ihrer Effizienz war ihr dritter Treffer durch Streule und wie er Redzepi umspielte (76.). «Bei uns fehlte die Kompaktheit, wir gingen nicht resolut und kompromisslos in die Zweikämpfe», erkannte Hasler. Die Torfolge kam dem Gast entgegen. Mit ihrer soliden wie kompakten Abwehr liessen die Basler ihrem Gegenüber kaum Raum und Lücken.

Resultatkosmetik von Hasler

Nachdem Mulaj mit seinem Diagonalschuss in der 86. Minute auf 0:4 erhöhte, gelang Danny Hasler in der Schlussminute wenigstens die Resultatkosmetik. Nach langem Zuspiel seines Bruder Patrick aus dem Mittelfeld überlistete er OB-Hüter Stocker mit einem Bogenball aus zwanzig Metern.