Pontoniersport
Nach gelöschtem Brand gings direkt aufs Wasser

An der Pontonier Schweizer Meisterschaft in Sisseln fiel die Bilanz der Solothurner Vereine durchzogen aus. Alle vier Kranzgewinne gingen in den Meisterschafts-Kategorien aufs Konto von Schönenwerd-Gösgen. Auf eine Exploit hoffte man aber vergebens.

Michael Schenk
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Die Solothurner hatten in Sisseln mit den Bedingungen zu kämpfen. zvg

Die Solothurner hatten in Sisseln mit den Bedingungen zu kämpfen. zvg

Wie zu erwarten hatten die Pontoniere aus dem Kanton Solothurn an der Schweizer Meisterschaft im aargauischen Sisseln keinen einfachen Stand. Obwohl der Wasserstand durchaus «machbare Bedingungen auch für auswärtige Vereine» zuliess, wie Patrick Kunz, Fahrchef vom Pontonier Sportverein Solothurn festhält.

Allein daran, dass Kunz praktisch die ganze Nacht über mit der Feuerwehr bei einem Brand in Oensingen im Einsatz gestanden hatte und so quasi direkt im Anschluss an den Löscheinsatz an die SM nach Sisseln angereist war, habe es indes nicht gelegen.

«Das war nicht der einzige Grund, warum es uns gar nicht so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten», so Kunz. Er und sein «Co-Pilot» Dominik Stierli, ansonsten das Paradeboot der Solothurner, hätten einfach auch dumme Fehler begangen. «Und dann ist eines zum Anderen gekommen», sagt Kunz. Ein verkorkster Lauf eben, aus dem letztlich nur Rang 175 resultierte.

Für die Aare-Vereine präsentierten sich die Bedingungen auf dem beinahe doppelt so breiten Rhein «fast wie auf einem ein See», sagt Andreas Hagmann, Fahrchef des Pontoniersportvereins Olten.

Auch er, der zuletzt am Wettfahren in Brugg zusammen mit Flavio Heer sehr guter 15. geworden war, musste sich an der von den Rhein-Vereinen dominierten, nationalen Meisterschaft mit einem Rang ausserhalb der begehrten Kränze begnügen (81.). Somit war es dem grössten Pontonierfahrverein im Kantonsgebiet vorbehalten, für die besten Resultate zu sorgen.

Letztlich gingen alle vier Kranzresultate in den Meisterschafts-Kategorien aufs Konto von Schönenwerd-Gösgen. Bei den Aktiven fuhren Stefan Heller/Philippe Gross (21. Rang), Sandro Stücheli/Michael Schenker (31.) und Martin Geissbühler/Hugo Huber (43.) in die auszeichnungsberechtigenden ersten 25 Prozent der Rangliste. Bei den Senioren war es das Duo Daniel Marti/Martin Nussbaumer (17.).