Subingen begann stark und drängte den Gegner zurück. Mal für Mal wirbelten die schnellen Spitzen Patrick Jakob und Alessandro Fragale die Mümliswiler Abwehr durcheinander, was Trainer Bruno Kaufmann zu wahren Wutausbrüchen trieb. Und genau diese beiden Subinger zeichneten mit einem Doppelschlag für das 0:2 nach nur 15 Minuten verantwortlich.

Mümliswiler Filmriss

Danach glich sich das Geschehen zwar optisch etwas aus, doch Subingen blieb die bessere Equipe. Die Technik und die Ballbehandlung war deutlich besser, und das konnte Mümliswil trotz gutem Kampfgeist nie ganz kompensieren.

Immerhin gab es auch vor dem Tor der Gäste die ersten Aktionen. «Haune ine, Hösch», rief Daniel Müller mit einem leichtem Unterton der Verzweiflung seinen Mümliswilern zu, denen er seit seinem Zehenbruch fehlt. Doch noch vor der Pause resignierte er wohl und machte sich auf in Klubhaus zum Pizzaessen.

Ackermann rückte vor

Zum Anpfiff der zweiten Hälfte rückte Nico Ackermann wieder einmal ins Mittelfeld vor, wie meistens, wenn Mümliswil in Rückstand liegt. In der 47. Minute gaben die Thaler ihr erstes echtes Lebenszeichen von sich, indem sie ihre gefährlichste Waffe einsetzten: Hohe Flanken und Abschluss per Kopfball. Nach einer Stunde gelang es den Platzherren so endlich, sich länger in der gegnerischen Platzhälfte festzusetzen.

Wieder waren es die scharf getretenen Flanken, die mit Kopfbällen den Erfolg bringen sollten. Es war die beste Phase, doch dann produzierte Captain David Kohler den Mümliswiler Filmriss: Nach zwei harten Fouls wurde er durch Schiedsrichter Samuel Bohren – streng aber vertretbar – vorzeitig unter die Dusche geschickt. Subingen hatte danach keine Mühe mehr, den verdienten Sieg in trockene Tücher zu betten.

Für einen war es ein ganz spezielles Spiel: Simon Büttler war mit Subingen gegen den Verein angetreten, bei dem er im Vorstand mithilft. «Ich werde jetzt meinen Freunden eine Kiste Bier hinstellen», sagte er nach dem Schlusspfiff.

Die Mümliswiler taten ihm ein wenig leid. «Ich kenne Patrik Schüpbach schon lange und nahm die sportliche Herausforderung an, es einmal in der 2. Liga inter zu versuchen», erklärter die ungewöhnliche Konstellation.

«Dann ist passiert, was ich mir nicht gewünscht habe: Subingen ist ab- und Mümliswil aufgestiegen.» Und das Schicksal meinte es mit Simon Büttler gar nicht gut: Bereits in der 4. Minute griff er sich hinten an den linken Oberschenkel. Er musste mit einer Zerrung ausgewechselt werden.