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Nach einem Stängeli sind die Laupersdörfer wieder auf Kurs

Laupersdorf gewinnt eines der beiden Heimspiele gegen starke Teams der NLA. Die Gäste aus Embrach bezwang man gar mit einem 10:2.

Patrick Pensa
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Die Laupersdörfer haben sich daran gewöhnt. Weil sich die Unihockeyspieler von Wiler-Ersigen wie meistens lange in den Playoffs hielten – Meistertitel Nummer acht – bestritten sie ihre ersten vier Spiele der Saison alle auswärts. Nun steht ihnen das Feld der Eishalle Zuchwil aber zur Verfügung. Am vergangenen Wochenende waren gleich zwei der Topteams der Nationalliga A zu Gast.

In der Wiederholung des letztjährigen Finals zeigte Schweizer Meister Zug-Freiamt, dass wohl auch in dieser Saison der Titel nur über ihn geht. Die Zuger antworteten auf eine 2:0-Führung der Thaler mit fünf Toren in Folge. Obwohl sich der Vizemeister nochmals herankämpfte, ging der Match klar an die Gäste, welche mit 9:6
gewannen.

Die Laupersdörfer, welche mit drei Siegen in die Saison gestartet und zwischenzeitlich Leader waren, wollten im folgenden sechsten Spiel gegen die Keyplayers Embrach, den letztjährigen Halbfinalgegner, nicht die dritte Niederlage riskieren. Entsprechend vorsichtig und nervös verlief die Startphase. «Wir spielten zu Beginn etwas kopflos», sagte Spielertrainer Roger Ackermann. Zweimal gingen die Zürcher in Führung, zweimal konnte das Heimteam ausgleichen.

Schlitzohrig zur Vorentscheidung

Zum Geniessen war die 13. Minute. Dem Ausgleich via Lattentreffer durch Markus Bobst folgte 18 Sekunden später die erstmalige Führung durch Andi Zehnder. Beinahe wäre Benjamin Reber in der gleichen Minute noch zum vierten Treffer gekommen. So blieb die Partie aber offen und eine Strafe gegen Reber eröffnete den Gästen die Möglichkeit, auszugleichen.

Die Laupersdörfer überstanden aber die zweiminütige Unterzahl und Tobias Lüthi legte Schlitzohrqualitäten an den Tag. Er sah, das Rebers Strafe nur noch wenige Sekunden dauerte, verzögerte geschickt und gab dann den entscheidenden Pass, sodass Reber direkt von der Strafbank kommend alleine auf den Gästetorhüter ziehen konnte. Das 4:2 in der 16.Minute war schon fast die Vorentscheidung.

In der Folge fiel Embrach vor allem mit Aggressivität und Fouls auf. Tore fielen aber in der ersten Halbzeit keine mehr. Erst Roger Ackermann und André Bobst zu Beginn der zweiten Hälfte machten den Sack zu. Danach folgte ein Schaulaufen. Damit Laupersdorf dafür genügend Platz hatte, bevölkerte Embrach die Strafbank. Die Zürcher sassen insgesamt zehn Zwei-Minuten-Strafen, vier Zehn-Minuten-Disziplinarstrafen und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe ab. Zwischenzeitlich sassen vier Keyplayers auf der Bank.

Zehnder bezahlt für letzten Treffer

Laupersdorf bedankte sich mit vier weiteren Treffern. Das Tor zum 10:2 in der letzten Spielminute erzielte Zehnder. Er zeigte sich pflichtbewusst und organisierte nach dem Schlusspfiff für seine Teamkollegen sogleich einen Harass Bier. Ackermann zeigte nach der Partie wenig Verständnis für Embrachs Auftritt, räumte aber ein, dass die Schiedsrichter keine klare Linie verfolgten. Für die Gastgeber selbst sei es mit den Toren einfach geworden.

Nach dem Wochenende hat Laupersdorf nun gegen alle starken Teams gespielt und zwei davon geschlagen. Jetzt schon Rechenspiele anstellen will Ackermann indes nicht. «Wir wollen in die Playoffs. Wer Meister werden will, muss die Razorblades aus Zug schlagen. Ob das im Halbfinal oder Final ist, spielt keine Rolle.»

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