Im Heimspiel zum Saisonauftakt vor gut anderthalb Monaten hatte Volley Schönenwerd gegen Lausanne keine Chance gehabt. 0:3 (17:25, 15:25, 15:25) lautete damals das klare Verdikt gegen den Gegner, welchen die Niederämter am Ende der letzten Meisterschaft in der Best-of-3-Serie um den dritten Platz noch geschlagen hatten.

Am Samstag, 24. November trafen die beiden Teams in Lausanne zum zweiten Mal in dieser Saison aufeinander. Trotz gutem Auftakt sollte für die Schönenwerder wiederum nichts Zählbares herausschauen. Lausanne hatte lediglich im Startsatz einen Durchhänger. Die Gastgeber führten im ersten Durchgang mit 17:12, brachten danach aber nur noch zwei Punkte zustande.

Heimteam liess nichts mehr anbrennen 

Nach dem 19:25 bekamen die Waadtländer das Spiel im zweiten Durchgang aber schnell wieder unter Kontrolle. Zwar konnten die Schönenwerder im zweiten Satz nach einem 9:14-Rückstand noch einmal zum 17:17 ausgleichen, aber diesmal liess das Heimteam nichts mehr anbrennen.

Der Tabellenzweite dominierte das Geschehen in der Folge noch deutlicher und geriet bis zum Schluss nie mehr ernsthaft unter Druck. Der Lausanne Université Club holte sich die Sätze zwei bis vier mit 25:21, 25:19 und 25:14.

Auf Schönenwerd wartet nun eine Doppelrunde am kommenden Wochenende. Am Samstag empfängt das Team von Trainer Rainer Vassiljev Aufsteiger Uni Bern, am Sonntag gastieren die Niederämter bei Volley Luzern.

Luzern neu vor Schönenwerd

Lausanne bleibt nach dem 3:1-Sieg gegen Schönenwerd an Titelverteidiger Amriswil, welcher gegen Einsiedeln keine Mühe hatte (3:0), auf den Fersen. Zwei Punkte hinter dem Spitzenduo liegt Näfels. Die Glarner gewannen gegen Chênois mit 3:0.

Die Genfer beklagten allerdings viel Verletzungspech, und zudem hatte ihr Topskorer Luka Babic für einmal einen ganz schwachen Tag. Näfels zog in allen drei Sätzen jeweils schon früh klar davon und geriet nie in Gefahr, einen Satz abzugeben.

Die Genfer mussten sich damit nach vier Siegen in Serie erstmals wieder geschlagen geben - von einem Gegner allerdings, der seinerseits erst mit einer Niederlage zu Buche steht. Chênois verlor dadurch auch den vierten Tabellenrang. Den besetzt neu Luzern, nach dem 3:1-Heimsieg gegen den Tabellensiebten Jona.

Volley Schönenwerd liegt nach der vierten Niederlage in Folge nur noch auf dem sechsten Platz. Nach dem ersten Drittel der Qualifikation sieht es danach aus, als müssten die Schönenwerder gegen Luzern und Chênois um Platz vier und das Heimrecht in den Playoffs streiten.

Erster Sieg für den Aufsteiger

Einen Wechsel gabs am Tabellenende der NLA. Aufsteiger Uni Bern bezwang Einsiedeln und übergab dank dem ersten Saisonsieg die rote Laterne an die Schwyzer. Die Berner bewiesen eine gute Moral. Sie verloren zwar nach einer 15:11-Führung den ersten Durchgang noch mit 22:25, liessen sich aber darob nicht aus dem Konzept bringen.

Im zweiten Durchgang brachte nämlich Einsiedeln eine Fünf-Punkte-Führung nicht über die Runden und konnte auch keinen seiner beiden Satzbälle nutzen. Im Gegensatz zu den Hauptstädtern, die ihren sechsten zum 32:30 verwerteten. Dieser 1:1-Ausgleich brachte Einsiedeln völlig aus dem Konzept, und Uni Bern hatte danach keine Probleme mehr, sich mit 25:15 und 25:18 den ersten Sieg zu sichern. (PD/RAW)