Nachdem die Wiler Nachwuchsabteilung im Vorjahr erstmals überhaupt ohne Medaillengewinn die Saison abschloss, haben die Korrekturmassnahmen über Erwarten rasch gefruchtet. Ein wichtiger Schritt war sicherlich die Installierung von Rückkehrer Lukas Schüepp als Nachwuchschef und U21-Headcoach im Teilzeitamt. Es war ein klares Zeichen für die Junioren in Sachen Förderung aber auch Forderung. Die Bereitschaft mitzuziehen war sowohl beim Nachwuchs wie auch dem U-Team-Trainerstaff vom ersten Training an spürbar.
Es herrschte ein neuer Geist, welcher sich immer mehr in eine Begeisterung wandelte und am Ende in  zwei Meistertiteln (U21, U16),  einer Halbfinalqualifikation  (U18) und einer Saison ohne Punktverlust (U16C) mündete.

Eine herausragende Leistung in einem durchaus schwierigen Umfeld, fernab von den Ballungszentren Zürich und Bern mit ihren Universitäten und Sportschulen sowie den zahlreichen Unihockey-Vereinen mit einem riesigen Spielerreservoir. Die Herausforderung wird es bleiben, gegen diese Konstellation weiterhin erfolgreich anzutreten, mit überzeugenden Konzepten, fachlich ausgewiesenem Trainerstaff und guter Infrastruktur. Der geplante Aufbau einer Unihockey-Akademie zusammen mit den Wizards Burgdorf ist ein weiteres Zeichen, wie nachhaltig die Nachwuchsförderung weiter betrieben werden soll.

Moser/Moser schiessen U21 zum Titel

Nachdem beide Team ihre Heimspiele jeweils klar für sich entscheiden konnten, hoffte man auf Seite des SVWE natürlich, dass auch im alles entscheidenden fünften Finalspiel dieser Serie halten würde. Dagegen hatten die Könizer, unterstützt von einer ansehnlichen und lautstarken Anhängerschaft, etwas einzuwenden.  Die Berner Vorörtler, welche im Vorjahr schon die bitter Pille einer Finalniederlage gegen GC hatten schlucken müssen, agierten denn auch etwas offensiver als bei ihren beiden ersten Auftritten in der Kirchberger Grossmatt. Im Startdrittel wogte die schnelle Partie denn auch hin und her, die Führung wechselte zweimal und nach 20 Minuten stand es 3:2 für den SVWE.

Die Vorentscheidung sollte dann zu Beginn des Mitteldrittels fallen, als das Heimteam innerhalb von vier Minuten auf 6:2 davonzog. Neben den Powerplaytor Laubschers und dem spektakulären 6:2 von Deny Känzig waren es vor allem die Mosers, welche dem Spiel den Stempel aufdrückten. Center Lukas Moser schoss die Tore 3 und 5, Verteidiger Lukas Moser hatte den wichtigen 2:2-Ausgleich erzielt und sollte schliesslich dem Treffer ins leere  Tor zum 9:5 den Meisterjubel auslösen. Gesamthaft ist der Titelgewinn sicherlich verdient, auch die Folge eines bereiteren und ausgeglichenern Kaders. Ein Team, welches sich nach einer brillanten Qualifikation mit nur einer Niederlage und 15 Zählern Vorsprung, auch in den Playoffs nicht vom Weg abbringen liess. Dabei zeigte das Team auch Nehmerqualitäten und Nervenstärke und setzte sich sowohl im Halbfinal wie nun auch im Finale über fünf Spiele durch.