Laufsport
Nach der Tüfelsschlucht wartet die Obere Wengi auf die Bergläufer

Die 25-jährige Bergspezialistin Martina Strähl aus Oekingen entscheidet erst kurzfristig über einen Start am Wengi-Berglauf. Corinne Zeller und Philipp Feuz starten aus der Poleposition.

Michael Forster
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Zu Rennhälfte wartet der Wengi-Berglauf mit Tradition auf.bruno kissling

Zu Rennhälfte wartet der Wengi-Berglauf mit Tradition auf.bruno kissling

Genau eine Woche nach dem Tüfelsschluchtlauf, welcher die Jura-Top-Tour (JTT) 2013 so richtig lancierte, geht es morgen mit dem Wengi-Berglauf in Matzendorf weiter.

Das jüngste Mitglied der Berglaufserie wartet in den Hauptkategorien mit 7,8 Kilometern und 445 Höhenmetern auf die Läuferinnen und Läufer: Nach einem coupierten «Einlaufen» in die Nachbargemeinde Aedermannsdorf bietet das zweite Laufdrittel – nach einer ersten richtigen Steigung – einen flacherer Abschnitt mit Verpflegungsmöglichkeit, ehe der anspruchsvolle Schlussanstieg zur Oberen Wengi ansteht.

Am schnellsten meisterten im Vorjahr Gabriel Lombriser und Bettina Steiger die Aufgabe.

Während Lombriser (Trainingslager) wie auch der letztjährige Gesamtzweite Andi Herzig (musste nach einem starken Tüfelsschluchtlauf verletzungsbedingt Forfait geben) in diesem Jahr fehlen, wird die Frauensiegerin an der Startlinie stehen und mit guten Aussichten auf einen neuerlichen Erfolg ins Rennen steigen.

Allerdings erwächst der 40-jährigen Baselbieterin harte Konkurrenz, zum Beispiel in der Person von Corinne Zeller (Weissenburg) oder Petra Eggenschwiler. Während Zeller am Tüfelsschluchtlauf eine Minute schneller lief als Steiger, klassierte sich Eggenschwiler nur wenige Sekunden dahinter auf Gesamtrang 5.

Und deshalb will sich die Laupersdörferin auch an der Vorjahressiegerin orientieren: «Ich habe mir zwar noch keine klare Taktik zurecht gelegt, aber ich versuche sicher, ihr Tempo mitzugehen. Zeller hingegen ist wohl noch ein bisschen zu stark.»

Mit dem Saisoneinstieg in Hägendorf war die 24-Jährige sehr zufrieden, auch deshalb, weil sie in diesem Jahr verletzungshalber noch kaum Lauftrainings absolvieren konnte.

Morgen will sie sich vor allem auf den letzten Streckenteil konzentrieren: «Ganz zum Schluss wurde ich in den letzten Jahren immer wieder überholt. Deshalb will ich versuchen, nach dem steilen Abschnitt noch über genügend Kraftreserven zu verfügen.»

Eine ganz andere Ausgangslage ergäbe sich allerdings, würde Martina Strähl in Matzendorf ins Renngeschehen eingreifen. Die 25-jährige Oekingerin ist zwar gemeldet, wird aber erst kurzfristig über eine definitive Teilnahme entscheiden.

Grund sind die immer wiederkehrenden gesundheitlichen Probleme der fragilen Bergspezialistin. Praktisch ohne spezifische Vorbereitung holte sie sich in Hägendorf den Tagessieg, spürte aber bereits kurz nach dem Rennen die Strapazen ihres Efforts.

Bei den Männern zeichnet sich ein Dreikampf um den Tagessieg ab. Mit Philipp Feuz, Markus Bigler (Schlosswil) und Martin von Känel (Reichenbach) sind nämlich drei Läufer gemeldet, welche am Tüfelsschluchtlauf allesamt in die Top 10 liefen und sich dabei innerhalb von 50 Sekunden klassierten.

Als leichter Favorit dürfte der 30-jährige Feuz (Lauterbrunnen) gelten, der in Hägendorf als Gesamtvierter einlief und sich gegenüber den letzten Jahren massiv verbesserte. Aber auch der 46-jährige von Känel zeigte zuletzt wieder steigende Tendenz und darf hinauf zur Wengi auf keinen Fall unterschätzt werden.

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