2. Liga

Nach der Niederlage am Sonntag folgt Oensingen Welschenrohr in die 3. Liga

Hängende Köpfe bei Oensingens Trainer Andreas Frei (l.) und seinen Spielern nach dem Abstieg.

Hängende Köpfe bei Oensingens Trainer Andreas Frei (l.) und seinen Spielern nach dem Abstieg.

Der SC Blustavia schickt Oensingen mit einem 4:0-Sieg runter in die 3. Liga. Dennoch fällt das Fazit des Trainers nicht negativ aus: «Der Abstieg ist für den FC Oensingen kein Weltuntergang. Vielleicht waren wir einfach noch ein Jahr zu früh dran.»

Wenn diese Saison in der Solothurner 2. Liga alles normal laufen würde, hätte der SC Blustavia gestern den Ligaerhalt feiern können. Mit dem 4:0-Sieg im Strichkampf konnte «Blusti» den FC Oensingen vorentscheidend distanzieren und punktemässig zum neuntplatzierten FC Härkingen aufschliessen. Doch zwei Runden vor Schluss ist weiter ungewiss, wie viele Klubs in die 3. Liga absteigen müssen.

Oensingen und Welschenrohr, das ist klar. Die Anzahl der Absteiger hängt davon ab, wie viele Solothurner aus der 2. Liga inter runter müssen. Bleibts beim FC Biberist, können die restlichen Zweitligisten aufatmen.

Olten, Wangen b. Olten und Dulliken zittern aber immer noch. Erwischt es einen der drei Vereine, müsste Blustavia als Zehnter der 2. Liga in den sauren Apfel beissen. Und Härkingen als Neunter, wenn drei Solothurner aus der 2. Liga inter absteigen.

Kein Druck beim SC Blustavia

«Es ist eine blöde Situation», sagte denn auch Blustavia-Trainer Arben Gjidoda. «Wir sind aber nicht unter Druck. Dieses Team würde auch in der 3. Liga zusammenbleiben. Es sind praktisch alles eigene Junioren. Das zählt am Schluss.» Gjidoda sprach von einem klaren und verdienten Sieg in Oensingen «Wir wollten mehr, liessen den Ball gut laufen.»

Blustavia legte in der 21. Minute vor. Yves Galey traf nach einer Flanke von Christian Oetterli per Direktabnahme. Die Stadt-Solothurner waren auch nach dem Seitenwechsel die bessere Elf und legten nach sechs Minuten nach.

Philipp Falk schickte Alessandro Choque steil und dieser bezwang Torhüter Zoran Andric abgeklärt. Die Tore drei und vier für Blustavia, beide erzielt durch Christian Oetterli, fielen in der Schlussphase, als Absteiger Oensingen den Spielbetrieb bereits eingestellt hatte.

Oensingen zog im entscheidenden Moment ein ganz schwaches Spiel ein. Dies bestätigte Trainer Andres Frei, der aber anfügte, dass nicht dieses Spiel ausschlaggebend war für den Abstieg. «Die Vorbereitung im Sommer war schlecht, weshalb wir in der Vorrunde lange Mühe hatten. Auch in der Rückrunde gehörten wir eher zu den physisch schwächeren Teams.»

Die Differenz sei zwar minim, doch in der Schlussphase fehlten jeweils die Energiereserven. «Wir waren vor allem in der Rückrunde in den meisten Spielen über siebzig, sogar achtzig Minuten die bessere Mannschaft.»

Fehlende Konstanz

Als Hauptgrund für den Abstieg nannte Frei die fehlende Konstanz im Team. Das Kader sei zwar breit, doch aus diversen Gründen hätten immer wieder Spieler gefehlt. «Ich musste von Spiel von Spiel gefühlt fünf Positionen wechseln.» So konnte gar nie eine eingespielte Einheit entstehen auf dem Platz.

Frei fügte an, dass der FC Oensingen wohl auch etwas Lehrgeld habe bezahlen müssen. Das Team marschierte in den letzten zwei Jahren direkt von der 4. in die 2. Liga und war sich kaum Gegenwehr gewohnt.

«Vom Niveau der Einzelspieler her gehören wir ganz klar in die 2. Liga», stellte Frei klar. «Deshalb ist der Abstieg bitter. Aber für den Klub kein Weltuntergang. Vielleicht waren wir einfach noch ein Jahr zu früh dran.» Wer nächste Saison in der 3. Liga Trainer sein wird, liess Andreas Frei offen.

Fulenbach kommt wieder näher

An der Spitze der 2. Liga büsste Leader FC Subingen zwei seiner drei Punkte Vorsprung auf den SC Fulenbach ein. Die Wasserämter mussten sich beim FC Iliria trotz zweimaliger Führung mit einem 2:2-Unentschieden begnügen.

Der SC Fulenbach, letzt Woche im Spitzenkampf gegen Subingen noch unterlegen, konnte den Rückstand mit einem 1:0-Erfolg gegen den FC Trimbach wieder verkürzen. Subingen empfängt am Mittwoch Absteiger FC Welschenrohr und gastiert in der Schlussrunde vom 10. Juni beim FC Grenchen 15. Der SC Fulenbach ist am Samstag bei Blustavia zu Gast und lädt am 22. Spieltag den FC Härkingen zum Derby.

Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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