Unihockey Mittelland

Nach der letzten Saison blieb fast kein Stein auf dem anderen

Unihockey Mittelland vor der zweiten NLA-Saison: (hinten vl.) Daniel Moser, Kevin Rösch, Simon Stettler, André von Arx, Yanick Kofmel, Raffael Schmid, Adam Stegl, Dominik Rhiner, Olle Thorsell; (Mitte vl.) Patrik Schilling, Maurice Thomas, Nicolas Burgherr, Samuel Nyffenegger, Daniel Baumann, Dimitri Häfeli, Samuel Ottiker, Niko Solkio, Milos Tyl, Simon Haas, Marc Griesshammer; (vorne vl.): Stefano Caligiuri, Rafael Wolf, Patrick Schaufelberger, Lukas Schneeberger, Marc Schönbucher, Jan Binder, Roman Pass, Jonas Marti, Christoph Kaspar und Philipp Lachenmeier.

Unihockey Mittelland vor der zweiten NLA-Saison: (hinten vl.) Daniel Moser, Kevin Rösch, Simon Stettler, André von Arx, Yanick Kofmel, Raffael Schmid, Adam Stegl, Dominik Rhiner, Olle Thorsell; (Mitte vl.) Patrik Schilling, Maurice Thomas, Nicolas Burgherr, Samuel Nyffenegger, Daniel Baumann, Dimitri Häfeli, Samuel Ottiker, Niko Solkio, Milos Tyl, Simon Haas, Marc Griesshammer; (vorne vl.): Stefano Caligiuri, Rafael Wolf, Patrick Schaufelberger, Lukas Schneeberger, Marc Schönbucher, Jan Binder, Roman Pass, Jonas Marti, Christoph Kaspar und Philipp Lachenmeier.

Mit 13 Abgängen, 14 Zuzügen und einem neuen Trainerstab startet Mittelland am Freitag in die Saison. Nach einer ersten Saison in der höchsten Spielklasse hat die Mannschaft eine ganze Reihe von Veränderungen erfahren.

Die Transferbilanz von Unihockey Mittelland ist eindrücklich: 14 Zugänge, 13 Abgänge. Die Verstärkungen setzen sich aus hoffnungsvollen Talenten zusammen, die bisher kaum im Rampenlicht standen. Während der viermonatigen Saisonvorbereitung sei aus den Einzelspielern eine Mannschaft mit starkem Teamgeist und Erfolgshunger entstanden, sagt Olle Thorsell, der sich neu das Traineramt mit Daniel Moser teilt.

Der Mannschaftsgeist allein kann es in der obersten Liga aber nicht richten, das ist dem langjährigen Spieler von Wiler-Ersigen bewusst: «Ich bin von jedem Neuzugang und Bisherigen überzeugt. Jeder bringt uns weiter.» In der Offensive sind die Neuzugänge gefordert, denn es müssen weit über 100 Punkte des Trios Dominik und Manuel Mucha und Philemon Plüss wettgemacht werden.

Die drei Topskorer haben das Team verlassen. «Wir wollen weg vom überragenden Einzelspieler zum willigen Teamspieler», deutet Coach einen Philosophiewechsel an, «die Verantwortung in der Offensive soll auf mehr Schultern verteilt werden als in der Vergangenheit.» Olle Thorsell rechnet vor: «Wenn sich jeder Spieler um einige Punkte steigert, können wir diesen Verlust gutmachen.»

Dazu steht ein Quartett mit Berner Vergangenheit oder Herkunft um Samuel Ottiker, Maurice Thomas und den NLA-erprobten Daniel Baumann und Simon Stettler bereit. Zur Verstärkung des Angriffes wurden mit Milos Tyl und Niko Solkio zwei ausländische Stürmer mit Torriecher verpflichtet. Der tschechische Kreativgeist Adam Stegl hat seinen Vertrag bei UM verlängert und wird mit seiner stupenden Technik weiterhin aus dem Kollektiv herausragen. Auch von Yanick Kofmel, Samuel Nyffenegger und Rafael Wolf, alle mit Ausbildung bei Wiler-Ersigen, wird einiges erwartet.

In erster Linie legt das Trainertrio Moser, Thorsell und Marc Griesshammer das Augenmerk aber auf ein verbessertes Defensivverhalten: «Das Ziel ist, dass wir nicht mehr acht Tore brauchen, um zu siegen.» Ein sicherer Rückhalt kann auch der neue Torhüter werden: Jan Binder, ein Hüne von 196 cm, hat sich in Tschechien bereits einen Namen als Top-Goalie gemacht. Mit neuem Konkurrenzkampf konfrontiert, habe sich der erfahrene bisherige Schlussmann Marc Schönbucher ebenfalls erfreulich entwickelt. «Auf der Goalieposition haben wir sicher keine Probleme», sagt der gebürtige Schwede Thorsell. Zwar fehlen dem 33-Jährigen Vergleichswerte zum Vorjahr, er ist aber überzeugt, dass besonders punkto der physischen Komponente ein grosser Fortschritt erzielt worden ist. Hierzu streicht er heraus, dass im Kader sieben Sportstudenten figurieren, welche dem Team speziell in konditioneller Hinsicht gut täten.

In Zweiklassen-Liga bestehen

Seine Wettbewerbsfähigkeit stellte Mittelland am eigenen Vorbereitungsturnier unter Beweis. Erst im Final musste man sich Serienmeister Wiler-Ersigen mit 4:6 geschlagen geben. Als Ziel strebt UM in seiner zweiten Saison in der NLA den Ligaerhalt an. Thorsell bezeichnet die Liga als Zweiklassengesellschaft. Es gelte, die direkten Konkurrenten zu besiegen und gegen einen der «Grossen» zu überraschen. Ein erster Grosser wartet zur Saisoneröffnung heute Abend mit dem Grasshopper Club Zürich.

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