Im zweitletzten Spiel gegen Allschwil sah es für die Solothurner gut aus. Schnell ging es in den Courts zu und her: Der Ball wurde gezielt an die Wand geschlagen, die Squasher bewegten sich rasant auf dem Parkettboden. Stephan Stemmer, die Nummer 1 der Solothurner, erzielte mit Geschick und schnellen Tempowechseln einen Punkt nach dem anderen.

Sein Mannschaftskollege und teaminterne Nummer 4, René Zwahlen, notierte den Spielverlauf auf das Schiedsrichterblatt. Auf dem Court nebenan beobachtete Lukas Spring, der Jüngste des SC-11 und Nummer 2, wie die Nummer 3, Thomas Jäggi, den fünften und entscheidenden Satz für sich gewann.

Die Solothurner konnten ihren allerersten Saisonerfolg feiern. Der Rückstand auf den rettenden Tabellenrang betrug nach dieser zweitletzten Partie nur noch zwei Punkte, rein rechnerisch wäre der Ligaerhalt noch möglich gewesen. Mit Carnivals stand dem SC-11 im entscheidenden Spiel jedoch kein einfacher Gegner bevor. «Zu stark sind die Baselbieter», meinte Stephan Stemmer im Vorfeld. Überlegen waren die Carnivals dann doch nicht ganz, die Solothurner konnten sich ein 2:2 erkämpften.

Trotz des Unentschiedens bleibt der SC-11 auf dem letzten Tabellenplatz und muss nun in der neuen Saison mit der 2. Liga vorliebnehmen: Da es in diesem Jahr eine Änderung im Reglement gab, werden keine Barrage-Spiele mehr durchgeführt, der Letztklassierte steigt direkt ab. «Verglichen mit uns sind die anderen 1.-Liga-Mannschaften sehr stark», so der Präsident des Clubs, Hanspeter Bader. Viele Erstligisten hätten ehemalige Topsquasher, die konditionell immer noch sehr fit seien. Für den SC-11 wäre es vorteilhaft, über einen oder zwei gute Spieler mehr im Kader zu verfügen, «das würde uns schon sehr viel bringen. Auch für Junioren wären wir offen», sagt Bader.

In der Region fehlt Nachwuchs

Der SC-11 ist vor zwei Jahren aus dem ehemaligen Squash Club Bellach entstanden und hat seither im Athena Fitnesspark in Solothurn den Spielbetrieb aufgenommen. 21 Mitglieder zählt der Club heute, Nachwuchs und Frauen sind kaum vorhanden. «Leider haben wir nur einen Junior. Der Nachwuchs in unserer Region ist ein Problem», erklärt Mannschaftsführer Herbert Häfliger. Es finde sich schwer jemanden, der bereit ist, Juniorenförderung zu betreiben.

Die Klubmitglieder seien meist älteren Jahrgangs und privat in Familie wie Beruf engagiert. Squash sei eben eine klassische Randsportart, die von der Jugend zuerst entdeckt werden muss. Die Squashszene erhofft sich mit der erneuten Kandidatur endlich ins olympische Programm aufgenommen zu werden, und so an Popularität zu gewinnen.

Wieder zurück in die 1.Liga

Die Enttäuschung über den Abstieg sitzt in den Knochen. Der SC-11 hat jetzt das klare Ziel, in der nächsten Saison wieder aufzusteigen. Und vielleicht findet sich ja bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs im September der eine oder andere Spieler, der die Solothurner bei ihren Aufstiegsplänen unterstützt.