Alexander Sadecky und Cristian Villagran wurden mit dem Genfer CS Cologny als Doppelpartner Schweizer Interclub-Meister 2013. Im Final des Schützenmatt-Cups standen sich der Zürcher Ex-Profi und der in Neuenburg lebende Argentinier jedoch gegenüber. Die 31-jährige Turnier-Nummer 1 Villagran bestätigte im ersten Satz anfänglich die Favoritenrolle mit einer 3:0-Führung. Doch dann setzte der fünf Jahre jüngere Sadecky – nach acht Profi-Jahren holt er jetzt die Matura nach – zu einer Aufholjagd an. «Nach dem Break von Villagran bin ich nervös geworden», erklärte Sadecky seinen Fehlstart. Die nationale Nummer 10 gewann schliesslich den ersten Satz 7:5 gegen seinen fünf Plätze besser klassierten Kontrahenten. «Wir kennen uns gut und jeder versuchte, dem anderen sein Spiel aufzuzwingen», sagte der Zürcher.

Mental schwierig

Der zweite Satz verlief umgekehrt. Sadecky führte 3:0. Villagran kämpfte sich jedoch mit seinem Break zum 5:4 sowie 5:5 – und 6:6-Gleichstand ins Tiebreak. Auch in der Kurzentscheidung blieb es eng. Zuerst führte der Deutschschweizer 3:2. Dann riss der Gaucho das Steuer zum 4:5 herum. Bei den beiden letzten Punkten geriet Villagran ein Ball zu lang, ehe Sadecky den Turniergewinner von 2010 und 2011 auch mit einem langen Ball ins Leere laufen liess. «Das Tiebreak war mental schwierig, wobei es ein komischer Match war», resümierte der Sieger. Im Halbfinal setzte sich der Zürcher gegen den Lausanner Mathieu Guenat in drei Sätzen 6:7, 6:2, 6:4 durch, während Villagran den Thailänder Pruchya Isarow 7:5, 6:4 eliminierte.

Italienischer Final

Bei den Frauen gab es einen italienischen Final. Die topgesetzte Toskanerin Corinna Dentoni aus Marina di Carrara kam harzig ins Spiel. «Zuerst war ich etwas müde und spielte zu langsam», sagte Dentoni. Nach dem 1:2-Rückstand gab die 24-Jährige mit ihrer filigranen Technik und guten Beschleunigung den Tarif durch: Sie gewann zehn Spiele in Serie gegen ihre Römer Freundin Federica Di Sarra.

Gegnerin zu Fehlern gezwungen

«Ich konnte mich so aktivieren, dass ich mit mehr Aggressivität den Ball schlagen konnte und Di Serra zu Fehlern zwang», sagte sie. Nach dem 6:2 im ersten Satz kam die Welt-Nummer 232 – analog der Schweizer Nr. 4 – trotz 5:0-Vorsprung gegen ihre 23-jährige Landsfrau kurz ins Straucheln. Sie musste zwei Spiele abgeben, gewann aber erneut 6:2. «Das ist normal, wenn man vorher gut gespielt hat, wird es schwierig, so weiterzuspielen», erklärte Dentoni. Sie warf im Halbfinal die Stuttgarterin Steffi Bachofer 6:1, 6:3 raus. Di Sarra qualifizierte sich gegen die Luzernerin Chiara Volejnicek mit dem gleichen Resultat.