Die Viertelfinalserie zwischen dem SV Wiler-Ersigen und UHC Uster ist bisher auch geprägt von den Abwesenden. Auf Wiler Seite hatte am ersten Wochenende Matthias Hofbauer gefehlt und seit dem dritten Drittel des ersten Duells auch Topskorer Deny Känzig. Diesmal fehlten bei Uster prominente Namen auf dem Matchblatt: die finnischen Offensivkräfte Juhola und Savinainen, die hinter Topskorer Suter mit Abstand erfolgreichsten Torschützen der Zürcher.

Mit dieser Ausgangslage vor der Brust gingen die Ustermer quasi «All-In» und formierten um den schwedischen Routinier Kanebjörk und die Urgesteine Bolliger und Berweger sowie Topskorer eine Top-Linie, die beiden anderen Formation waren nur darauf bedacht, die Null zu halten. Lange ging diese Rechnung hinten auf. Und vorne erzielte Usters erste Formation am Ende alle vier Tore.

Geschenke in der Anfangsphase

Wiler-Ersigen fehlten anfangs nicht die Chancen, aber die Präzision im Abschluss, oder bei Ausführen der Gegenstösse. Hinten verteilte man dann auch noch Geschenke, welche Uster zu einer 2:0-Führung ausnützte. Eine Initialzündung von Marco Louis war nötig, der mit einer Körpertäuschung in der Mittelzone gleich zwei Gegner ins Leere laufen liess und den Ball in die Maschen drosch (24.). Louis baute seinen Tor-Strike somit auf fünf Spiele aus und traf kurz nach Spielmitte zum 2:2, nach genialem Pass von Bürki.

Während die Finnen des UHC Uster nicht mittun konnten, setzten sich die des SVWE nun in Szene. Lehtinen traf nach Pass von Rückkehrer Hofbauer zur erstmaligen Führung (38). Captain Väänänen beruhigte die Nerven der Fans mit dem Tor zum 4:2 kurz nach Beginn des Schlussdrittels. Doch weil Uster nun auf zwei Linien reduzierte und die Topformation mehr Einsatzzeit erhielt, blieb der Gast dran.

Sowohl auf das 4:2 wie später auf das 5:3 hatten die Zürcher jeweils kurz darauf eine Antwort bereit und schafften den Anschluss. Wie schon letzten Sonntag in Uster war es Claudio Mutter, der die Partie mit seinem Treffer zum 6:4 definitiv entschied. Dem SV Wiler-Ersigen fehlt noch ein Sieg in der Best-of-7-Serie. Kommenden Freitag wird Uster wohl wieder in Bestbesetzung antreten können. Auf den Favoriten wartet nochmals ein hartes Stück Arbeit.