Eishockey
Münsingen gleicht Serie aus - Nun kommt es am Dienstag zum Showdown

In einer spannenden Erstliga-Eishockey-Partie holte Wiki-Münsingen den zweiten Erfolg in der Halbfinal-Serie. In dieser steht es nun 2:2. Am Dienstag geht es um alles, der Sieger steht im Finale.

Stefan Siegrist
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Enge Playoff-Halbfinalserie: Zuchwil’s Oliver Hojac (links) im Kampf um den Puck gegen Wiki’s Roland Kaeser (rechts)

Enge Playoff-Halbfinalserie: Zuchwil’s Oliver Hojac (links) im Kampf um den Puck gegen Wiki’s Roland Kaeser (rechts)

Marcel Bieri

«Wir wissen, dass es eine knappe Serie wird», sagte Captain Pistolato nach der ersten Partie in der Best-of-Five-Serie. Wie recht er doch hatte. Obwohl Zuchwil mit 2:0 führte, gelang es am Donnerstag nicht den Sack zuzumachen. Mit dem zurückgeholten Break wollten die Münsinger nun die Belle erzwingen. Aber der Favorit aus Zuchwil startete druckvoller als zuletzt. Die Solothurner waren willig, den Finaleinzug klar zu machen. Sie liefen viel, kombinierten gut und gaben den Takt an. Die Berner agierten defensiv und versuchten es in erster Linie mit schnellen Gegenstössen. Die Gäste gingen mit einem leichten Übergewicht in die erste Pause, doch es stand weiterhin 0:0.

Starkes Powerplay von Wiki

Das zweite Drittel hatte es in sich. Die Solothurner drückten auf die Führung, sie wollten den Finaleinzug und keine fünfte Begegnung am kommenden Dienstag. Tatsächlich traf Von Dach in der 27. Minute zum 1:0. Allerdings kam die Antwort der Gastgeber prompt, denn Käser traf zum Ausgleich. Die Berner präsentierten sich diszipliniert und mit viel Mumm. Dies reichte allerdings im Mittelabschnitt nicht aus, das Momentum war auf der Seite der Zuchwiler. Zuerst traf Roman Wüthrich und kurz vor der zweiten Pause Reber zum 3:1.

Den Faden verloren

Die Münsinger holten ein letztes Mal ihre ganze Leidenschaft hervor. Zuchwil verhielt sich in dieser Phase passiv und inkonsequent. Dazu gesellten sich Strafen. Dass man danach aber zwei Mal in Unterzahl ein Gegentor erhielt, lag auch an dem starken Überzahlspiel der Gastgeber. Nach dem 3:3 durch Studer witterte Wiki die Chance, auch die Serie auszugleichen. Vorzeigekämpfer Käser stellte in der 50. Minute das Schlussskore zum 4:3 her. Wiki-Münsingen gewann nicht zwingend. Zuchwil-Trainer Gerber war sauer, dass man einen 3:1-Vorsprung verspielte: «Wir hatten das Heft in der Hand, aber danach den Faden verloren. Plötzlich machten wir Sachen, die wir sonst nicht machen, zudem waren wir zu zögerlich in gewissen Situationen.» Die Serie steht nun 2:2, am Dienstag in Zuchwil geht der Sieger auch als Finalist vom Eis. Für Zuchwil keine einfache Ausgangslage, aber nach wie vor machbar. «An unserem Spiel müssen wir nicht viel mutieren. Aber wir müssen 60 Minuten konsequent sein», so Gerbers Taktik für Dienstag.