Unihockey
Mümliswil und Kappel haben mehr und weniger Playoff-Chancen

An der Heimrunde in Oensingen kämpfen die zwei Kleinfeld-Erstligisten Mümliswil und Kappel um wichtige Punkte in Richtung Playoffs.

Raphael Wermelinger
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«Das Fernziel ist, wieder einmal eine Playoff-Serie zu gewinnen», sagt Steven Nussbaumer, Trainer von Unihockey Mümliswil.

«Das Fernziel ist, wieder einmal eine Playoff-Serie zu gewinnen», sagt Steven Nussbaumer, Trainer von Unihockey Mümliswil.

HR.Aeschbacher

Die höchste Kleinfeld-Liga der Schweiz macht am Sonntag Halt im Schulhaus Oberdorf in Oensingen. Der dritte Spieltag der 1. Liga steht auf dem Programm. Dabei trifft Unihockey Mümliswil auf Blumenstein (14.30 Uhr) und Tafers-Schmitten (17.15 Uhr). Auf den STV Kappel warten die Berner Hurricanes (9 Uhr) und Köniz (11.45 Uhr).

Für Kappel ist es nach dem Aufstieg 2014 erst die zweite Saison in der 1. Liga. Nach vier Spielen liegt die Mannschaft von Coach Simon Giger auf dem achten Tabellenplatz. Erst ein Spiel konnten die Kappeler für sich entscheiden. Trotzdem kann Giger dem Start Positives abgewinnen: «Gegen Kappelen waren sicher keine Punkte budgetiert. Sie spielen momentan in ihrer eigenen Liga. Gegen Nuglar und Mümliswil waren wir aber ganz nah dran.» Von diesen Gegnern sei das Team in der letzten Saison noch dominiert worden, jetzt konnte Kappel aufschliessen: «Wir sind auf einem guten Weg. Es fehlt aber noch der letzte Schliff, damit wir diese engen Spiele auch gewinnen.» Wie schon in der letzten Saison ist heuer der Ligaerhalt wieder das primäre Ziel des STV Kappel.

Noch schöner wäre es aber, den sechsten Schlussrang der Spielzeit 2014/15 zu toppen und ein Wörtchen um die vier Playoff-Plätze mitreden zu können, so Giger. Dies sei nicht unrealistisch: «Wir haben dank einigen Verstärkungen einen Schritt nach vorne gemacht und definitiv an Qualität gewonnen.» Als grösste Stärken seines Teams sieht der Trainer die Technik sowie das saubere und geradlinige Angriffsspiel. Diese Stärken will Kappel auch am Sonntag in Oensingen aufs Feld bringen.

Gegen die Berner Hurricanes (5. Platz) sieht Giger sein Team eher in der Rolle des Aussenseiters: «Das wird ein schwieriges Spiel, bei dem es vor allem auf unsere Geduld ankommen wird. Wir werden versuchen, ihnen Punkte zu klauen.» Ganz anders das zweite Spiel gegen den Tabellenvorletzten der Liga: «Köniz müssen wir einfach schlagen, wenn wir in die Playoffs wollen.»

Trotz Platz zwei Luft nach oben

Zum sechsten Mal in Serie in die Playoffs will Unihockey Mümliswil. «Ein Platz unter den besten vier, egal welcher, ist das Ziel», stellt Trainer Steven Nussbaumer klar. Die Guldentaler stehen in ihrer 14. Saison in der höchsten Kleinfeld-Liga. In den letzten drei Jahren scheiterten sie jeweils in den Playoff-Viertelfinals. «Die Playoffs sind zwar noch etwas weit weg, aber wieder einmal eine Serie zu gewinnen, ist auf jeden Fall ein Fernziel», blickt Nussbaumer voraus.

Drei Siege feierten die momentan zweitplatzierten Mümliswiler in den ersten vier Spielen. Einzig dem Spitzenreiter Kappelen mussten sie sich geschlagen geben (1:4). «Rein von der Punktzahl her bin ich sehr zufrieden, wir haben aber noch Luft nach oben», zieht Nussbaumer eine erste Bilanz. Im Vergleich zur letzten Saison hat sich sein Team kaum verändert. «Was die Offensive betrifft, gehören wir sicher zu den besten Mannschaften der Liga», weiss Nussbaumer. An der Effizienz vor dem Tor müsse aber noch gearbeitet werden.

Eine der grössten Stärken des Teams sei zudem auch eine der Schwächen: die Emotionen. «Wenns läuft, dann läufts», führt er aus, «teilweise hadern wir aber noch zu viel und kassieren in ungünstigen Momenten Strafen.» Dies gilt es abzustellen.

Schliesslich wollen die Mümliswiler die Saisonsiege Nummer vier und fünf einfahren. Vor der Heimrunde tönt es bei Mümliswil ähnlich wie beim STV Kappel: «Wenn wir in die Top 4 wollen, müssen wir diese Gegner schlagen, vor allem zu Hause.» Nussbaumer warnt aber gleichzeitig: «Blumenstein und Tafers-Schmitten sind sehr unangenehme Gegner, gegen die wir in den vergangenen Jahren oft enge Spiele hatten. Auf die leichte Schulter nehmen dürfen wir sie sicher nicht.»

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