Es war wie verhext, nach den ersten 25 Minuten standen die Wölfe ohne Tore da. Man erarbeitete sich Chancen um Chancen, der Ball landete am Torgehäuse oder wurde vom gut haltenden Torhüter Wenger abgewehrt. Uttigen seinerseits verwertete in der 15. Minute durch Simon Grossen – nach einem schnellen Konter – zum 0:1. Das Team aus Münsingen liess sich jedoch auch durch den Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und powerte weiter, ein Tor gelang ihm jedoch weiterhin nicht. Zum Glück ging es in die Pause, denn das Heimteam konnte die ermunternden Worte von Coach Mendes gut gebrauchen.

Die Blockade löste sich

In der zweiten Halbzeit musste nun ein Erfolgserlebnis her. Nach der blauen Karte an Urs Schlegel war dies die perfekte Möglichkeit. Matthias Gerber trat zum direkten Freistoss an, und lies dem Gasttorhüter keine Chance. Der Ausgleich war wieder hergestellt und sogar noch mehr, die Blockade im Team war gebrochen.

In der 32. Minute traf Raimundo nach einer Direktabnahme und schon 16 Sekunden später konnte Tiago Faria zum 3:1 ins hohe Eck einschieben. Auch ein Timeout der Gäste nützte nichts, denn der nächste Treffer folgte. Gerber traf mit einem strammen Schuss. So aber nicht genug auch Faustino netzte per Latte – zum neuerlichen Resultat von 5:1 – ein. In den letzten Minuten durften die Wölfe nach einer weiteren blauen Karte in Überzahl spielen und auch hier war man erfolgreich, Nicolas Rubin versenkte den Ball nach einem Abpraller. Den Schlusspunkt setzte erneut Gerber, er schliesst den 7:1-Heimsieg mit seinem dritten Treffer des Tages ab.

Münsingen zeigte mit diesem Sieg, dass die Mannschaft im richtigen Moment den Schalter umstellen kann und bewies nach anfänglichen Schwierigkeiten auch Moral. Schon am nächsten Samstag können die Wölfe den Halbfinaleinzug schaffen.