EHC Olten
Morgen wird sich zeigen, was der Kantersieg des EHC Olten Wert war

NLB-Tabellenführer EHC Olten trifft morgen (17.00) auswärts auf den HC Lausanne. Die Waadtländer zählen zu den Topfavoriten, sind aber bislang noch nicht richtig auf Touren gekommen.

Michael Forster
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Wollen auch morgen am Genfersee feiern.

Wollen auch morgen am Genfersee feiern.

AZ

Nach dem 13:0 vom Freitagabend zu Hause gegen ein beinahe inferiores Sierre kann der EHC Olten seine wieder gefundene Stärke einem echten Härtetest unterziehen. Als stärkstes Auswärtsteam der Liga trifft man morgen um 17.00 Uhr auf die zweitstärkste Heimmannschaft, den HC Lausanne. Zumindest zu Hause haben die Waadtländer annähernd jenes Gesicht gezeigt, welches man vom ewigen Aufstiegsaspiranten auch hatte erwarten dürfen.

Zwölf Punkte Vorsprung

Der LHC hat sich zwar zuletzt verbessert gezeigt, doch zumindest auswärts ist es, trotz des 8:3 in Visp, noch nicht zum Besten bestellt – wie die Saisonbilanz von 6:9 Siegen beweist. Dass in der Malley morgen eine Mannschaft mit ganz anderen Möglichkeiten auf den LEader wartet, als es zuletzt der HC Sierre war, ist klar. Und die Gefahr, den Kantersieg vom Freitag überzubewerten, für die zwölf Punkte vor Lausanne klassierten Oltner deshalb nicht allzu gross.

21 von 28 Schlussdritteln gewonnen

Der Grund, weshalb die Lücke zu den Waadtländern derart gross ist, liegt primär im bislang so starken Auftritt von Scott Beatties Mannen. Wenn die Oltner ihr Spiel aufziehen können, dann ist gegen sie praktisch kein Kraut gewachsen – das musste auch Sierre erfahren. Schnell und immerzu rollte die Angriffsmaschinerie in Richtung des bedauernswerten Christophe Bays. Die Oltner versuchten, den Rhythmus über die gesamten 60 Minuten hochzuhalten. Das 1:0 in den letzten 20 Minuten bedeutet, dass der EHCO in dieser Saison nicht weniger als 21 von 28 Schlussdritteln für sich entscheiden konnte.

Parati macht die Verteidiger parat

Ob dieser lange Atem, dessen Ursprung im exzellenten Sommertraining liegt, auch gegen Lausanne den Unterschied ausmachen könnte? «Es ist natürlich gut, über eine solche Fitness zu verfügen», gibt Verteidiger Patrik Parati unumwunden zu, «ob aber genau dieser Aspekt am Ende ausschlaggebend sein wird, das wird sich zeigen.» Gegen Lausanne gelte es viel mehr, während 60 Minuten gut zu spielen, so Parati. Der Zürcher aus Meilen wird übrigens auch morgen nur Zuschauer sein und Coach Scott Beattie weiterhin als Assistent zur Seite stehen. Gross Einfluss aufs Coaching nehme er dabei nicht: «Ich kümmere mich ein wenig um die Verteidiger, das ist alles.» Und auch das nicht mehr allzu lange. Geht es nach den Vorstellungen des 26-Jährigen, so kehrt er nach überstandenen Schulterproblemen (verschobenes AC-Gelenk) Mitte Dezember aufs Eis zurück, «spätestens aber Ende Jahr.»