Volleyball
Mizuno Olten tanzt auch nächste Saison auf der NLB-Bühne

Der SV Mizuno Olten gewinnt sein Schicksalsspiel für den Verbleib in der Nationalliga B gegen den bereits abgestiegenen TV Lunkhofen mit 3:1. Damit sichern sich die Oltener am letzten Spieltag den Klassenerhalt.

Chantal Fimian
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Oltens Schicksalsspiel gegen TV Lunkhofen
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Oltens Samuel Lobsiger (links) und Scham Phanstock (rechts) lassen dem Gegner aus Lunkhofen keinen Weg vorbei.
André-Pierre Schmidt nachdenklich - ab dem zweiten Satz musste das Heimteam mächtig zittern.
Oltens Coach André-Pierre Schmidt jubelt am Ende über den Klassenerhalt.

Oltens Schicksalsspiel gegen TV Lunkhofen

Marcel Bieri

Das letzte Spiel der NLB-Abstiegsrunde hatte es in sich. Die Partie gegen den Tabellenletzten aus Lunkhofen hatte für den SV Mizuno Olten Finalissima-Charakter. Ein Sieg musste her, damit der Ligaerhalt definitiv Tatsache wurde. Entsprechend nervös und angespannt präsentierte sich das Geschehen auf und neben dem Feld. «Es war ein ziemlich hitziges Spiel. Der Gegner hat wahrscheinlich nie besser gespielt als heute», bemerkte Oltens Trainer André-Pierre Schmidt.

Dabei dominierte sein Team von Beginn weg und gewann den ersten Satz problemlos mit 25:19. Im zweiten Satz musste sich Olten trotz eines Sieben-Punkte-Vorsprungs noch mit 29:27 bezwingen lassen. In dieser Phase konnten die Oltner ihre Nervosität nicht mehr verbergen. Sie begingen zu viele Eigenfehler und bauten ihre Gegner auf diese Weise auf.

Die «Hopp-Olte»-Rufe der mitfiebernden heimischen Zuschauer motivierte die Mannschaft aufs Neue, sodass diese sich wieder fing und die letzten beiden nervenzehrenden Sätze mit 25:21 und 27:25 gewann. Der anschliessende Jubel über den Klassenerhalt kannte bei Spieler, Staff und Publikum keine Grenzen. «Wir haben uns auf die letzten beiden Spiele und auf die Playouts fokussiert. Das Abenteuer Klassenerhalt ist geglückt», freut sich der zufriedene Coach.

Fokus auf Playouts

Für Trainer André-Pierre Schmidt war schon zu Beginn dieser Saison klar, dass die Playouts über einen Verbleib in der Nationalliga B entscheiden würden. In der Qualifikationsrunde ist gegen die starke Konkurrenz fast nichts auszurichten. «Wir haben eine sehr gute Saison gezeigt. Ich habe schon immer gewusst, dass das Team spielerisch und physisch in die NLB gehört - das haben sie jetzt bewiesen.» Mit dem steigenden Druck umzugehen war für die Amateure allerdings nicht einfach: «Wir sind keine Profis und trainieren nur zwei bis drei Mal pro Woche. Der Druck kann positiv, aber auch negativ sein. Den haben wir in den letzten Wochen in den Griff bekommen.»

Ein steiler Aufstieg

Die nächste Saison in der zweithöchsten Spielklasse ist aber noch nicht in Planung. Es sei zu früh, um neue Ziele zu formulieren. Es müssten zuerst die Spieler und der Verein zusammensitzen und diskutieren, so Schmidt. Die Ambitionen werden aber nicht minder hoch sein als diese Saison. Dass sich das Team innerhalb von zwei Jahren von der Regionalliga in die NLB hochgearbeitet hat, bereitet dem Coach viel Freude: «Das ist ein riesiger Sprung - ein grosses Kompliment hierfür an meine Mannschaft.»