Die Ausgangslage vor diesem zweitletzten Spiel der Qualifikationsrunde war klar – die Oltner müssen nach der Qualifikationsrunde in den Playouts antreten, währenddessen dem zweiten Volleyballteam der Universität Lausanne die Teilnahme an den Playoffs nicht mehr zu nehmen ist. Wer sich aber auf ein langweiliges und freundschaftliches Spiel in der Giroud-Olma-Halle eingestellt hat, der hat sich getäuscht.

Spannender Schlusssatz

Von Beginn weg war die Partie ausgeglichen, doch das Heimteam agierte mehrfach zu zögerlich. So erstaunt es nicht, dass der erste Satz knapp mit 22:25 aus Sicht der Oltner verloren ging. Doch das Team um Trainer André-Pierre Schmidt liess sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen.

Mit 25:22 und 25:15 entschieden sie den zweiten und dritten Satz zu ihren Gunsten. Der vierte Satz endete allerdings mit einem eher ernüchternden 15:25, weshalb das Spiel im Tiebreak entschieden werden musste. In diesem hochspannenden fünften Satz mit vielen Time-outs setzten sich die Oltner gegen ihre Kontrahenten aus der Romandie mit 16:14 durch.

Fokus auf Playouts

Nach dieser nervenaufreibenden Schlussphase war die Erleichterung auch bei Oltens Trainer Schmidt deutlich spürbar: «Das Ende des Spiels hat meine Nerven strapaziert, aber die Anweisungen waren von Beginn weg klar. Dies war keinesfalls ein Freundschaftsspiel für uns, sondern diente dem Aufbau des Teams für die Spiele in den Playouts. Der Fokus liegt damit klar auf den kommenden Abstiegsspielen.» Die Mannschaft habe in den letzten Wochen viel und hart trainiert, fügt Schmidt an.

Nur kleine Unterschiede

Dem Ziel des Ligaerhalts pflichtet auch Mizuno-Captain Daniel Vega bei: «Der Klassenerhalt liegt im Bereich des Möglichen. Denn es sind nur kleine Unterschiede, die uns von den anderen Mannschaften in unserer Gruppe unterscheiden.»

In der Tat verlor Olten in dieser Saison viele Spiele äusserst knapp. Für Trainer Schmidt sind die Gründe schnell ausgemacht: «Die Gruppe ist sehr ausgeglichen. Unserem Team fehlt es in erster Linie an der Erfahrung und der Präzision.» Der 27-jährige Vega fügt noch hinzu: «Wir müssen konstanter werden, das ist entscheidend. Wir hatten in dieser Saison viele Hochs und Tiefs, was sich leider auch im heutigen Spiel wieder gezeigt hat. Wir spielen gut mit, aber verlieren zu oft vier bis fünf Punkte nacheinander.»

Kleinigkeiten verbessern

Nun gilt es, diese Kleinigkeiten im letzten Qualifikationsspiel zu Hause gegen den VBC Uni Bern zu verbessern, um schwungvoll und selbstbewusst in die Playouts zu starten. Linkshänder Vega ist zuversichtlich: «Wir helfen uns gegenseitig. Die Reservespieler unterstützen uns Feldspieler lautstark und versuchen so, auch das Publikum mitzureissen.» Auch Schmidt ist sich sicher: «Das Team gehört in die Nationalliga B.»