Unihockey

Mittelland steht vor dem Ligaerhalt – dank einem starken Daniel Baumann

Manuel Mucha (vorne, Nr. 19) und Unihockey Mittelland dürfen sich vielleicht schon bald über den Ligaerhalt freuen.

Manuel Mucha (vorne, Nr. 19) und Unihockey Mittelland dürfen sich vielleicht schon bald über den Ligaerhalt freuen.

Unihockey Mittelland gewinnt auch das zweite Spiel der Ligaqualifikation gegen Zug United und ist nun nur noch einen Sieg vom Ligaerhalt entfernt. In einer torreichen Partie siegte das Team mit 11:8.

Ein Klassenunterschied war über weite Strecken nicht zu erkennen. Zug agierte mit viel Selbstvertrauen und in den ersten beiden Dritteln mit grosser Kaltblütigkeit vor dem Tor. Genau diese beiden Dinge fehlten beim Heimteam. Durch defensive Aussetzer kamen die Zuger viel zu einfach zu ihren Treffern. Mittelland auf der anderen Seite vergab hochkarätige Möglichkeiten und musste sich die Tore hart erkämpfen, damit die Partie ausgeglichen blieb. «Wir haben ihnen zu viele Chancen gelassen», wusste auch Stürmer Daniel Baumann. «Wenn wir einen kleinen Hänger haben, kommen sie sofort ins Spiel und nutzen ihre Chancen.» Im dritten Aufeinandertreffen müsse man das eigene Spiel über 60 Minuten durchziehen.

Lange ausgeglichen

Vorentscheidend abzusetzen vermochte sich in Spiel 2 bis kurz vor Schluss keines der beiden Teams. Die ersten beiden Drittel endeten je mit einem 3:3. Nach dem 5:3 durch Philemon Plüss mittels Penalty schienen durch die erstmalige Zweitoreführung zwar alle Vorteile auf Seiten der Gastgeber. Doch diese wurden innert kurzer Zeit wieder aus der Hand gegeben. Die Zentralschweizer bestimmten das Spiel und glichen folglich erneut aus. Das 6:6 zur zweiten Pause entsprach dem Spielverlauf.

Im Schlussabschnitt kontrollierten die Mittelländer das Geschehen ein wenig besser. Und sie hatten den Mann in ihren Reihen, der die wichtigen Tore erzielte. Daniel Baumann hatte bereits nach wenigen Sekunden für das 1:0 gesorgt, im letzten Drittel setze er noch zwei drauf. Es waren keine schönen Tore, aber eben genau solche, die es in einer solchen Serie braucht. Da muss man den Ball auch mal einfach «über die Linie arbeiten». Etwas, das zu Baumann passt. In der Weihnachtspause von den Bern Capitals aus der 1. Liga gekommen, hat er sich vor allem mit grossem Einsatz über die dritte in die zweite Linie gekämpft. Sein 7:6 war schon enorm wichtig, das 8:6 brachte seine Farben dann auf die Siegerstrasse. «Die drei Tore sind sicher schön», meinte der Matchwinner nach dem Spiel. «Aber man kann sie auch nicht alleine schiessen. Es war heute eine saubere Mannschaftsleistung.»

Baumann sorgt für den Unterschied

Richtungsweisend waren Baumanns Treffer, vorentscheidend jedoch nicht. Es passte zu dieser Partie, dass selbst das 9:6 ins leere Zuger Gehäuse, 158 Sekunden vor Schluss, noch nicht das Ende bedeutete. Die Gäste verkürzten noch einmal und schafften ohne Goalie, aber mit einem zusätzlichen Feldspieler, sogar noch den Anschluss. 38 Sekunden waren da noch auf der Uhr. Das teils sehr emotionale Drama, in dem das Publikum vor allem im Mittelabschnitt die Stimmung richtig aufheizte, ging dann aber doch nicht in die Verlängerung. Mittelland spedierte den Ball noch zweimal ins verlassene Tor. Erleichterung und Jubel waren gross.

Unihockey Mittelland hat nun drei Matchbälle, um die Saison mit dem Minimalziel Ligaerhalt abzuschliessen. Den ersten davon nächsten Samstag in Zug.

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