Unihockey
Mittelland arg in Bedrängnis nach der dritten Niederlage in den Playouts

SML Mittelland verliert die vierte Playout-Partie gegen Uster mit 4:8 und liegt in der Serie mit 1:3-Siegen in Rückstand.

Melanie Gamma
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Manuel Mucha (r.) und sein Zwillingsbruder sollen es für die UML Mittelland richten – sie liegen mit 1:3 hinten in der Playout-Serie.

Manuel Mucha (r.) und sein Zwillingsbruder sollen es für die UML Mittelland richten – sie liegen mit 1:3 hinten in der Playout-Serie.

ZVG

«Best of Seven» – im Grunde genommen ist das keine spezielle Bezeichnung für eine Playoff- oder Playout-Serie. Im Playout-Duell zwischen Unihockey Mittelland und Uster scheint jener verflixten Sieben aber eine besondere Bedeutung zuzukommen.

Über maximal sieben Spiele geht die Serie, der Gewinner verbleibt in der Swiss Mobiliar League, der Verlierer muss sich noch gegen ein Team aus der NLB bewähren. Genau sieben Tore schossen die Zürcher jeweils in den ersten drei Playout-Begegnungen.

Als Niko Juhola gestern Abend in der 59. Minute das 7:4 erzielte, schien ein weiterer Sieg mit sieben Toren Tatsache. Juhola trägt übrigens Nummer 74 und somit eine Sieben auf seinem Leibchen – wie seine Teamkollegen Roberto Vizzini (7) und Daniel Zeder (27), die ebenfalls skorten.

«Wir haben zu wenig Chancen kreiert und die, die wir hatten, zu schlecht genutzt», sagte Manuel Mucha nach der Partie. Er feierte gestern, wie sein Zwillingsbruder Dominic Mucha, den 29. Geburtstag.

Zwar wehrte sich UM lange gut gegen die Gäste, Druck aufbauen konnten die Einheimischen in den ersten beiden Dritteln aber kaum. Überfordert schienen die Mittelländer vor allem bei Kontern, von denen zwei in der 23. und in der 35. Minute zu den Gegentreffern zwei und drei sorgten.

Definitiv mehr als sieben Mal mussten sich die Spieler im Mitteldrittel über die Schiedsrichter ärgern. Die Partie wurde zunehmend ruppiger und hektischer. Elf Sekunden vor Ende des zweiten Drittels gelang Manuel Mucha schliesslich auf Pass von Adam Stegl das 1:3.

Mehr Druck aufs Tor

Während es bis dato nicht danach ausgesehen hatte, als ob Mittelland Uster bezwingen konnte, zeigte sich zu Beginn des dritten Abschnitts ein anderes Bild. Die Gastgeber erzeugten endlich mehr Druck und schossen öfter aufs Tor.

«Da waren wir wieder dran, mussten dann aber wieder blöde Gegentreffer fressen», ärgerte sich Manuel Mucha. Vom 2:3 stellte Uster auf 2:6. Doch durch Tore von Lukas Schneeberger (53.) und Dominic Mucha (56.) schien bei 4:6 wieder viel möglich.

Juholas 7:4 in der letzten Minute begrub aber diese Hoffnungen. Mit dem 8:4 ins leere Tor stehen die Zürcher noch einen Sieg vom Ligaerhalt entfernt – und davon, die in mehrfacher Hinsicht als «Best-of-Seven» zu bezeichnende Serie zu gewinnen.