Fussball
Mit zwei Standards siegt Trimbach gegen Fulenbach 2:0

Der Spitzenreiter Trimbach ist auch beim Gastspiel in Fulenbach nicht zu bremsen und holt sich den sechsten Saisonsieg. Die entscheidende Szene ereignete sich in der 63. Minute, als Baumgartner zum 1:0 einschob.

Raphael Wermelinger
Drucken
Teilen
Trimbachs linker Aussenverteidiger Jannick Pfäffli (rechts) behauptet den Ball gegen Fulenbachs Stürmer Stanko Imbach. HR. AEschbacher

Trimbachs linker Aussenverteidiger Jannick Pfäffli (rechts) behauptet den Ball gegen Fulenbachs Stürmer Stanko Imbach. HR. AEschbacher

HR.Aeschbacher

Gegen Trimbach gibt es im Moment nichts zu holen. Dies mussten gestern auch die Fulenbacher erfahren. Der 2:0-Erfolg war bereits der sechste Saisonsieg des FC Trimbach. Zum fünften Mal in dieser Saison jubelte das Team von Trainer Werner Ulrich auf fremdem Terrain.

2:0 in wenigen Minuten

Die entscheidende Szene im Spiel zwischen dem Tabellenvierten und dem Leader ereignete sich in der 63. Minute. Die Gäste bekamen zwanzig Meter vor dem Fulenbacher Tor einen Freistoss zugesprochen. «Pfeift er?», erkundigte sich SCF-Goalie Ackermann lauthals bei seinen Vorderleuten, während er die Mauer positionierte. Der Schiedsrichter pfiff nicht, das Spiel war längst freigegeben und Baumgartner schlenzte den Ball zielgenau in die Maschen. Für den Trimbacher Topskorer war dies bereits der sechste Saisontreffer. Fünf Minuten später löschte das Auswärtsteam auch noch den letzten Funken Hoffnung der Fulenbacher. Ozan lenkte einen von Ngokpho getretenen Corner am ersten Pfosten gekonnt mit dem Kopf ins Tor. «Auf Standards sind wir stark», äusserte sich FCT-Trainer Ulrich nach der Partie, fügte aber kritisch an: «Wären wir gleich effizient wie gegen Subingen aufgetreten, dann hätte es zur Pause schon mindestens 3:1 für uns gestanden. Wir haben Fulenbach lange am Leben gelassen.»

Nullnummer in der ersten Hälfte

In der Startphase waren beide Mannschaften offensichtlich vor allem darauf bedacht, kein allzu grosses Risiko einzugehen. Der erste Abschluss aufs Tor kam von Trimbachs Aussenläufer Ngokpho. Der Flachschuss stellte Ackermann im SCF-Tor jedoch nicht vor grosse Probleme. Gefährlicher wurde es in der neunten Minute, als Baumgartner nach einem Querpass von Ulrich ziemlich frei zum Schuss kam. Ackermann reagierte aufmerksam und Ngokpho verzog den Abpraller. Fulenbach konnte in der Startviertelstunde lediglich bei zwei Eckbällen für etwas Verwirrung im Trimbacher Strafraum sorgen. Dies änderte sich in der 16. Minute, als Jonas Wyss von Fabian Wyss steil angespielt wurde und von FCT-Goalie Auf der Maur erst im letzten Moment gestoppt werden konnte. Das Heimteam verzeichnete im Mittelfeld sehr viele Ballverluste, wodurch die Trimbacher immer wieder zu gefährlichen Weitschüssen kamen. Rüedi (20.), Ngokpho (22.), Dominik Schalt (24.) und Ozan kurz vor der Pause scheiterten jedoch allesamt.

Zwei diskussionswürdige Szenen

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel ereignete sich die erste strittige Szene des Spiels. FCT-Innenverteidiger Dominik Schalt spedierte einen Eckball mit viel Effet in die Gefahrenzone. Goalie Ackermann konnte das Leder zwar gerade noch fangen, die Gäste protestierten jedoch energisch, dass der Ball die Torlinie bereits überquert habe. Der Unparteiische schenkte den Forderungen jedoch kein Gehör. In der 54. Minute hätte Aussenverteidiger Pfäffli das Skore beinahe eröffnet, sein Schuss streifte haarscharf am Lattenkreuz vorbei. Fulenbach zeigte zwar zwischendurch immer mal wieder gute Ansätze und Kombinationen über mehrere Stationen, war aber im gegnerischen Strafraum viel zu wenig präsent. In der 56. Minute brachten Jonas Wyss und unmittelbar darauf Fabian Wyss zwei vielversprechende Flanken in den Strafraum. Doch dort hielt sich kein Fulenbacher auf.

«Wir haben den Sieg verdient»

Zur zweiten heiklen Szene für den Schiedsrichter kam es in der 57. Minute. FCT-Regisseur Rüedi preschte in den Strafraum, legte den Ball an Ackermann vorbei und fiel zu Boden – der von den Gästen geforderte Penalty wurde jedoch nicht ausgesprochen. Zu Recht, Ackermann berührte Rüedi wohl ganz leicht mit der Hand am Bein, doch der Trimbacher liess das Bein stehen und hob viel zu theatralisch ab. Keine Zeigerumdrehung später wurde es wieder brenzlig vor Ackermann. Michael Schalt bediente Baumgartner, welcher seinen Flachschuss jedoch pariert sah. Zehn Minuten später war die Partie nach dem Doppelpack der Trimbacher entschieden.

«Das war zwar nicht unser bester Auftritt in dieser Saison, aber aufgrund des Chancenplus’ haben wir den Sieg sicher verdient», lautete das Fazit von Trimbach-Trainer Werner Ulrich, dessen Team weiter auf der Erfolgswelle reitet.

Aktuelle Nachrichten