Handball

Mit viel Tempo zum Kantersieg

Der TV Solothurn realisierte in der 1. Liga einen komfortablen 40:21-Pflichtsieg gegen Visp – dies nach dreiwöchiger Meisterschaftspause.

Das Hinspiel verloren die Ambassadoren mit 33:39. Damals steuerte der deutsche Tim-Philipp Jurgeleit 16 Treffer zum Sieg bei. Vor einem Monat, nach dem 26:19-Sieg gegen BSV Bern Muri, verabschiedete sich der Gruppen-Topskorer in seine Heimat. «Ihm fehlte bei uns die sportliche Perspektive», sagte Visp-Trainer Mehmed Alihodzic. Auch ohne diesen Schlüsselspieler erwischten die Walliser den besseren Start. Erst nach dem 8:8-Ausgleich nach 13 Minuten erwachten die Einheimischen. Die anfängliche 4:2-Abwehr wurde zum Rohrkrepierer. Die Gäste nutzten die offenbarten Löcher rigoros.

Flüssige Angriffe

Die Solothurner wirkten hektisch und zusammenhangslos. Nach dem Systemwechsel begann die Angriffsmaschinerie zu laufen. Mit ihrem Tempospiel zermürbten die Platzherren ihre Gäste. Vergeblich versuchte Visp in der 19. Minute den Untergang mit einem Time-out aufzuhalten. Die Ambassadoren liessen sich nicht mehr beirren. Sie begannen ihre Gegenstösse zu verwerten. Ihre Angriffe wurden und blieben flüssig. Sie zogen die hohe Kadenz durch.

Mit diesem Kantersieg eröffneten die Solothurner ihren Angriff auf den sechsten Schlussrang. «Wir müssen nach Visp am Sonntag auswärts auch Schlusslicht Fribourg schlagen», erklärte TVS-Coach Tom Lohm. In den vier letzten Runden treffen die Aarestädter auf die Top 4. «Gegen diese Gegner können wir unbelastet antreten und versuchen, die eine oder andere Überraschung zu schaffen», so Lohm.

Toth wechselt auf den Trainerstuhl

Zsolt Toth wechselt auf die neue Saison definitiv von der kaum mehr wahrgenommenen Spielertrainer-Funktion auf den Trainerstuhl. Das Gros des Kaders steht dem Ungarn zur Verfügung. Martin Beer wird sich diese Woche das gerissene Kreuzband operieren lassen. Samuel Umbricht verreist für ein Jahr nach Australien. Mathias Jäggi wird wegen seiner Arztausbildung nur sporadisch zur Verfügung stehen. Der Karrierenverlauf von Michel Schwaller ist wegen einer Weiterbildung offen. Mit einer Doppellizenz von Bern Muri steht Andri Tatarinoff bereits im Kader. Alain Blaser dürfte von den Bernern auch zurückkommen. Nachgezogen werden zwei oder drei Spieler aus der eigenen U19. Ausschau wird nach einem Routinier gehalten.

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