Eishockey
Mit viel Mühe zittert sich der EHC Zuchwil zum Sieg

Nur mit Mühebesiegte Erstligist Zuchwil Gastgeber Brandis. Der Leader gewann dank einer Leistungs-steigerung im dritten Abschnitt doch noch verdient mit 5:3.

Stefan Siegrist
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Zuchwils Topskorer Stefan Wüthrich

Zuchwils Topskorer Stefan Wüthrich

Marcel Bieri

Nach einer eindrücklichen Vorrunde lag der EHC Zuchwil souverän an der Tabellenspitze. Dies barg allerdings auch Risiken, welcher sich Trainer Stefan Gerber stets bewusst war. Allerdings wollten seine Schützlinge dies wohl nicht erhören und mussten zuerst am eigenen Leib erfahren, was es heisst, derjenige zu sein, den alle schlagen wollen.

Vorsprung geschmolzen

Die Leistungskurve Zuchwils zeigt seit dem Erfolg über Burgdorf nach unten. Dies führte zu Niederlagen gegen Zunzgen-Sissach und Aarau. Somit ist der Vorsprung in der Tabelle bis auf einen Zähler geschmolzen und Burgdorf hat sogar noch eine Partie weniger ausgetragen. In der Auswärtspartie gegen Brandis musste eine Steigerung kommen.

Favorit musste gereizt werden

Bis zur 29. Minute und dem Treffer von Tobias Lüthi in Überzahl waren die Solothurner erneut nicht wieder zu erkennen. Die kurzen Pässe gelangen nicht, von bedingungslosem Kampfgeist war mit Ausnahme der Beccarelli-Balen-Steiner-Linie nicht viel zu sehen und das Schlimmste waren die Einzelaktionen. Immer wieder versuchte man, mit Sololäufen das Glück zu finden. Allerdings gelang das so gut wie nie.

Immerhin unterband der 1:2-Anschlusstreffer durch Lüthi einen schwachen Start der Gäste. Der erste Abschnitt endete mit 2:0 für Brandis, dies absolut verdient, denn die Emmentaler merkten und spürten, dass gegen den Leader etwas zu holen ist.

Einbahn-Match

Nach der zweiten Pause legten die Zuchwiler zu, jetzt war der Siegesspirit wieder zu erkennen. Bereits in der 42. Minute brachte Steiner den Leader erstmals in dieser Partie in Führung. Nun war auch der Kampfgeist der Gastgeber gebrochen und es entwickelte sich ein Einbahn-Match.

Als Stalder in der 46. Minute das 4:2 und erneut Steiner in der 50. Minute das 5:2 schossen, glaubte niemand mehr an die Wende. Anscheinend hatte der Gastgeber in der ersten Hälfte zu viel Kraft verpufft und zollte dem Tempo Tribut. Das 3:5 aus Sicht von Brandis war reine Resultatkosmetik. Zuchwil Regio holte somit drei weitere Punkte und trifft am kommenden Mittwoch auf Basel.