Fussball 1. Liga

Mit taktischer Meisterleistung zum Sieg: Der FC Wangen gewinnt in Buochs

Der FC Wangen steht zurzeit auf dem 10. Platz der Tabelle.

Der FC Wangen steht zurzeit auf dem 10. Platz der Tabelle.

Der FC Wangen gewinnt auswärts gegen den SC Buochs klar mit 3:0. Wangen steht nun auf dem zehnten Platz der Tabelle (1. Liga, Gruppe 2).

Mit gemischten Gefühlen reiste der FC Wangen an die Gestade des Vierwaldstättersees zum fälligen Rückspiel gegen den SC Buochs. Gemischte Gefühle deshalb, verlor man doch beim Heimspiel mit 2:4 und dies nach einer 2:0 Führung. Dazu kam noch eine prekäre Personalknappheit, standen doch Trainer André Fimian gerade mal zehn Erstligaerfahrene Spieler zur Verfügung.

So kam der von der dritten Liga zu Wangen gestossene und bisher verletzte Ertugrul Özdemir zu seiner Premiere in der ersten Liga. Der Wangner Trainer meinte zu dieser Ausgangslage: «Wir haben gleich wie unser Gegner elf Spieler auf dem Felde und werden unser Bestes geben».

Tatsächlich erbrachte diese Truppe eine in jeder Beziehung sehr gute Leistung, wäre da nicht die teils klägliche Chancenauswertung gewesen, welche nicht für die Höchstnote reichte.

Es war zu Beginn ein offener Schlagabtausch mit anfänglich ausgeglichenen Tormöglichkeiten. Bereits in der achten Spielminute bewahrte Wangens Torhüter Marco Häfliger mit einem ersten Big Save sein Team vor einem frühen Rückstand. Auf der Gegenseite verhinderte der Buochser Schlussmann mit entschlossenem Herauslaufen im Duell mit Patrick Gjidoda eine gleiche Möglichkeit.

Chancen nicht genutzt

Wenig später stand Dragan Gyorgiev allein vor Blättler, brachte den Ball aber nicht am heimischen Schlussmann vorbei. Eine erst gute Wangner Chance war vertan. Nach genau 20 Minuten war es dann aber so weit. Die Wangner Nummer 17 schüttelte seinen Gegenspieler ab, täuschte einen Pass zur Mitte vor, erwischte dann aber den Buochser Torwart in der näheren Ecke zum 0:1.

Wenig später konnte sich Dragan Gyorgiev erneut durchsetzen, passte uneigennützig zum mitgelaufenen Patrick Gjidoda, der das Kunststück fertig brachte, den Ball über die Querstange zu dreschen. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Zwischenresultat von gut und gerne 1:3 möglich gewesen.

«Wir haben taktisch klug gespielt. Für die Umsetzung der Anweisungen mache ich meinen Spielern ein grosses Kompliment.»

André Fimian

«Wir haben taktisch klug gespielt. Für die Umsetzung der Anweisungen mache ich meinen Spielern ein grosses Kompliment.»

Nach einer halben Stunde Spielzeit kam dann aber doch die 2:0 Gästeführung zu Stande. Wieder spielten die Wangner einen Ball hinter die gegnerische Verteidigung in den freien Raum. Zwei Rot/Schwarze standen zwar in Abseitsstellung, griffen aber nicht ein. Von hinten kam Gjidoda ganz legal, prüfte mit seinem Abschlussversuch den Torhüter, der nur bis zu Gyorgiev ablenken konnte und schon stand es 0:2.

Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel kam es zu einer vorentscheidenden Szene. Neuling Özdemir brachte im Strafraum unglücklich einen Buochser Angreifer zu Fall und schon zeigte der souveräne Spielleiter auf den Elfmeter Punkt. Manuel Bucheli nahm Anlauf, brachte den Ball aber nicht an Marco Häfliger vorbei, der sich nicht verladen liess. Wie sich im späteren Verlauf zeigen sollte, war dies wohl so etwas wie eine Vorentscheidung.

«Taktisch klug gespielt»

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gastgeber ihr Glück weitgehend mit Distanzschüssen, liess doch Wangens Abwehr kein gegnerisches Durchkommen zu.

Eine gute Stunde war gespielt, als erneut Patrick Gjidoda das 0:3 auf dem Fuss hatte. Der Unglücksrabe brachte es aber fertig, den Ball weit übers leere Tor zu spedieren. Wenn sich das nur nicht rächen sollte, wurden doch Erinnerungen an das Hinspiel in Wangen wach. Soweit kam es aber diesmal nicht. Eine Viertelstunde vor Spielende kam doch noch die Wangner Erlösung. Diesmal war die Wangner Nummer elf doch noch erfolgreich und machte alles klar.

Wenn Wangen Trainer Fimian von einem verdienten Sieg sprach, hatte er absolut recht, hätte das Spiel auch in etwa 2:8 enden können. «Wir haben taktisch klug gespielt. Für die Umsetzung der Anweisungen mache ich meinen Spielern ein grosses Kompliment. Es hat sich einmal mehr gezeigt, was mit Disziplin alles erreicht werden kann».

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