Eishockey

Mit Ruhe und Souveränität zum dritten Shutout in Folge

Der SC Langenthal beweist Klasse und darf weiterhin jubeln. Quelle: Marcel Bieri

Der SC Langenthal beweist Klasse und darf weiterhin jubeln. Quelle: Marcel Bieri

Der SC Langenthal bodigt Sierre ohne grössere Anstrengungen 5:0. Während die Walliser einer ungewissen Zukunft entgegen gehen, durchliefen die SCL-Spieler noch ein Krafttraining nach dem Match, um heute Montag einen freien Tag zu erhalten.

Das Spektakel machte einen diskreten Bogen um die Eishalle Schoren. Geruhsam kontrollierte der SC Langenthal das Geschehen gegen die staunenden Defensiv-Zuschauer aus dem Zentralwallis, die nicht weniger als 14(!) Absenzen zu vermelden wussten. Mühelos hielt SCL-Schlussmann Marco Mathys seinen Kasten rein. Drei der letzten acht Spiele gewannen die Oberaargauer mit einem Shutout: 7:0 gegen Ajoie, 2:0 gegen La Chaux-de-Fonds und nun 5:0 gegen Sierre. Mathys: «Meine Vorderleute liessen kaum Chancen zu. Weil ich wenig zu tun hatte, war es schwierig, die Konzentration hochzuhalten.» Gegen Sierre genoss das Heimteam viel Zeit und Platz. Insbesondere das erste und vierte Tor waren denn auch schön kombinierte Leckerbissen. Dann und wann zeigte der ein und andere SCL-Athlet ein Kunststückchen, das in einem weniger einseitigen Ernstkampf im Reservatschrank geblieben wäre.

Mit 14 Stichen genäht

«Leider vielen die Tore spät, ich wurde etwas nervös», sagte Trainer Heinz Ehlers. «Ich freue mich, dass wir zu null siegten, das war wichtig für den Torhüter. Alle hatten fast gleich viele Einsätze.» Pausieren musste unter anderem Marc Schefer. Am Freitag knallte ihm ein Puck ans Ohr, die Wunde wurde mit 14 Stichen genäht. Gearbeitet wird auch am SCL 2013/14. Heinz Ehlers, dessen Vertrag ausläuft: «Zwischen Weihnachten und Neujahr erhielt ich eine Offerte.» Nun sind die Feiertage vorbei. Ehlers: «Wir sprechen zusammen.»

Heute Montag um 14 Uhr steht Sierre vor der Richterin. Die Clubleitung legt in einer Anhörung dar, was seit Deponieren der Bilanz geschehen ist. Um das Budget zu entlasten, wurde Derek Cormier nach Olten abgegeben und am Freitag steigt mit 400 Besuchern eine Unterstützer-Gala. Die Richterin wird sich zwischen einem Tag und einer Woche Zeit lassen, um zu entscheiden zwischen Konkurs oder Aufschub bis April 2013.

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