Fussball
Mit neuem Trainer und Tiki-Taka auf die Erfolgsspur

Urs Bachmann will die Frauen des SC Derendingen in der NLB etablieren. Der Spielstil des neuen Trainers für die erste NLB-Saison: Die SCD-Frauen sollen durch Kurzpassspiel und hohen Ballbesitzanteil attraktiven, offensiven Fussball spielen.

Jan Arnet
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Urs Bachmann, Trainer der NLB-Frauen des SC Derendingen

Urs Bachmann, Trainer der NLB-Frauen des SC Derendingen

Jan Arnet

Mit Hemd, Jaquet und Kurzhaarschnitt steht er auf der Heidenegg. Das ist nicht etwa Pep Guardiola, der selbstsicher vor der Trainerbank steht, sondern Urs Bachmann - der neue Trainer der Derendinger NLB-Frauen. Den gleichen Geschmack haben Bachmann und der spanische Bayern-Coach nicht nur in der Kleiderwahl – beide lieben das Tiki-Taka-Spiel, das Passspiel von hinten heraus, das beim Torhüter anfängt. Der Niederwiler, der in seiner Aktivzeit in der NLB für Biel spielte, will seinen Spielerinnen dieses System beibringen und so mit dem Aufsteigerteam den Klassenerhalt, das erklärte Ziel des Vorstands, schaffen.

Bachmann ist auf der Heidenegg kein Unbekannter. Er trainierte vor Jahren bereits das 2.-Liga-Team der Derendinger. Nach Erfahrungen in der 1. Liga bei Köniz und Thun – was allerdings bereits 20 Jahre her ist – trainiert Bachmann nun zum ersten Mal ein Frauenteam. «Da meine Tochter Anja bereits letzte Saison hier spielte, verfolgte ich viele Spiele des SCD. Als ich angefragt wurde, den Trainerjob in der NLB zu übernehmen, zögerte ich nicht lange und willigte ein», sagt er. Aufstiegstrainer Maurizio Sturzo bleibt dem Team trotz neuem Coach erhalten – Sturzo wird Bachmann in der neuen Saison als Assistent zur Seite stehen.

Hoffnungsvolle Vorbereitung

Knapp sechs Wochen hatte Bachmann Zeit, um das Team kennenzulernen – heute gilt es auswärts gegen die Femina Kickers Worb ernst. Der neue Trainer weiss, wie wichtig ein guter Saisonstart wäre, und ist positiv gestimmt: «In unserer Mannschaft haben wir eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Nationalligaspielerinnen. Das Team wurde gezielt verstärkt, ist ambitioniert und hat einen grossen Willen. Die Mannschaft hat mich in den vier Testspielen überzeugt. Nur beim Remis gegen das NLA-Team Yverdon konnten wir nicht gewinnen, das gibt Selbstvertrauen».

Da auch im Frauenfussball nur drei Wechsel im Spiel erlaubt sind, wird Bachmann nie das gesamte Kader von 21 Spielerinnen aufbieten. «Die nicht aufgebotenen Spielerinnen sollen sich in der zweiten Mannschaft bewähren und dort dem Team zum Aufstieg in die 2. Liga verhelfen», sagt er. Als langfristiges Ziel setzt Bachmann seiner Mannschaft den Aufstieg in die NLA. Dafür benötigt man allerdings das nötige Kleingeld, weiss er: «Wir wollen zukünftig mit den Talenten aus der Region eine gute Nachwuchsabteilung aufbauen. Aufgrund der klaren Auflagen des Schweizer Fussballverbands für Spitzenfussballteams sind wir auf Sponsoren angewiesen».

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