In dieser eigenartig verlaufenen Partie beanspruchte Solothurn viel Glück, um den elften Saisonsieg sicher zu stellen. Glanzpunkte fehlten. Spielerische Akzente konnten nicht gesetzt werden. Torchancen waren Mangelware. Es war eine enttäuschende Darbietung ohne Überzeugungskraft. So entschied diese kuriose Szene in der achten Minute mit dem einzigen Tor das Spiel.

Schötz-Captain Ferricchio wollte nach einem langen Lobball von Solothurn-Captain Du Buisson zurück zu seinem Torhüter Hönger spielen. Dabei wurde die Flugbahn des Balles, getragen vom starken Wind, immer länger. Zur Überraschung aller fand er den Weg über den etwas weit vorne stehenden einheimischen Schlussmann ins Netz.

„Wir haben den Gegner gezwungen, Fehler zu machen und daraus ist diese für uns gute Situation entstanden“, erklärte Solothurns Trainer Dariusz „Darek“ Skrzypczak. Allerdings konnte sein Team die vorübergehende Verunsicherung der Platzherren nicht zu einem zweiten Tor nützen. Chatton blieb bei seinem Versuch am heraus eilenden Hönger hängen (14.).

Kaum Kombinationsspiel möglich

Die Schötzer rafften sich nach dieser Phase zu einer aggressiveren Spielweise mit mehr Tempo auf. Sie konnten jedoch ihre Schnelligkeit nicht einbringen. Ihre Offensivversuche blieben wirkungslos. Auch die Solothurner hatten viele Ballverluste zu verzeichnen. „Es war auf diesem Platz für beide nicht einfach, Kombinationen aufzubauen, sodass es diese vielen Fehlpässe gab“, begründete Skrzypczak.

Das Geschehen wickelte sich grösstenteils im Mittelfeldbereich ab. Zudem zeigte der Gastklub gewissen Respekt vor den Zentralschweizern. „Ihre Moral war nach dem starken Cup-Spiel gegen Lugano gestärkt und wir wussten um ihre schnellen Leute, zudem sind sie gut organisiert“, sagte der Solothurner Trainer.

Solothurn fand defensive Lösungen

Nach dem Seitenwechsel wirkten die Einheimischen weiterhin aktiver nach vorne. Sie konnten entsprechend Druck aufbauen. Die Folge waren zahlreiche Laufduelle vor dem Gefahrenbereich der Besucher. Weil im defensiven Part dank Konzentration und Aufmerksamkeit immer Lösungen gegen die angriffigen Luzerner gefunden wurden, konnten die Ambassadoren einen Verlusttreffer verhindern.

Im Offensivbereich liess jedoch der Leader vieles offen. Die verschiedenen Umstellungen drückten auf das offensive Leistungsvermögen und Verständnis. „Es war nicht ein schöner Sieg, aber wir sind selbstkritisch genug, zu wissen, dass wir besser Fussball spielen können“, gestand Skrzypczak. „Auch wenn es nicht optimal läuft und wir trotzdem gewinnen, muss ich trotzdem meiner Mannschaft ein Kompliment machen“, ergänzte der 49-Jährige.

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