Hockey
Mit Hochs und Tiefs zum knappen Sieg

Wiler-Ersigen gewinnt das erste Spiel in der neuen Unihockey-Saison gegen GC mit 4:5. Zum siebten Mal in Folge startete Wiler-Ersigen mit einem Sieg in die neue Swiss- Mobiliar-League-Meisterschaft.

PIus Rüegger
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Wiler-Ersigen gegen GC

Wiler-Ersigen gegen GC

Solothurner Zeitung

Am 21.Dezember 2008 besiegten die Unteremmentaler den Quali-Zweiten der vergangenen Saison letztmals mit mehr als einem Tor Unterschied – 8:6. Zweimal 5:4 vor eigenem Publikum am 21.Februar und 13.Dezember sowie 6:5 am 4.Oktober in Zürich lauteten die Verdikte 2009. Am Samstag hiess es in der Hardau-Halle wieder 5:4 für die Berner. «Mit den drei Punkten bin ich zufrieden, mit der Leistung weniger, wir müssen konstanter auftreten. Sehr gut funktioniert hat nur der erste Block mit drei Toren», sagte SVWE-Trainer Thomas Berger. 4:0 und 5:1 führte seine Truppe. In der 46.Minute verkürzte Cepek auf 2:5 nach Wittwers 1:5 (42.). Dies war das Signal zur GC-Aufholjagd. Die Zürcher, auf zwei Blocks setzend – der dritte Block spielte nur in der 28.Minute und kassierte nach 20 Sekunden das 0:3 durch Flury –, konnten zulegen. Bruchteile vor der Schlusssirene verpassten sie gar den Ausgleich und die Verlängerung. «Wir waren im Kopf nicht so bereit wie in den letzten Jahren», erklärte Wiler-Goalie Daniel Streit. Linard Parli führte in der 58.Minute und zehn Sekunden vor Schluss sein Team mit einer Doublette noch auf 4:5 heran. Dies trotz sieben verletzungsbedingter Ausfälle. «Wir hatten zu viele Hoch und Tiefs, spielten in gewissen Momenten zu schwach und waren desorientiert», blieb Berger kritisch.

Die GC-Trotzreaktion wurde durch den von Haab gegen Jakubek, nach Stossen von Zimmermann, in der 51.Minute abgewehrten Penalty bestärkt. Nach dem Time-out zu Beginn der
56.Minute setzen die Zürcher je nach Situation auf sechs Feldspieler.

Druck mit hohem Tempo

Wiler-Ersigen eröffnete die neue Saison erwartungsgemäss. Die Berner nahmen das Heft in die Hände. Sie machten mit hohem Tempo Druck. Innert zehn Sekunden schossen Krähenbühl – er schied in der zwölften Minute nach einem Misstritt mit einer Bänderverletzung aus – und Flury nach 7.53 und 8.03 ihr Team 2:0 in Führung. GC verhielt sich zu wenig aggressiv. Im zweiten Drittel legten die Zürcher zu, scheiterten im Abschluss oder an Streit. Die Gäste erhöhten auf 4:0 durch Quists ersten Treffer (33.). Danach wurde Wiler mehr gefordert. Der Anschlusstreffer in der 36.Minute durch Scalvinoni verlieh den Einheimischen neue Kräfte. GC nahm mehr Risiko und wurde dafür beinahe belohnt. «Es darf es nicht geben, dass GC nochmals so drankommt», sagte Matchwinner Streit. Zumal Wiler den Zürchern unverständlich Konter ermöglichte.