Fussball
Mit Heimvorteil in die Eliterunde an die EM

Für das Ausscheidungsturnier um die Teilnahme an der U17-EM, das vom 20. bis 27. März in der Region Solothurn stattfindet, hat sich die Schweiz letzten Herbst mit Siegen gegen die Färöer-Inseln und Zypern sowie einem Remis gegen Österreich qualifiziert.

Jürg Schumacher
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Die Schweizer U17-Auswahl kämpft in der Region Solothurn um das EM-Ticket.. zvg

Die Schweizer U17-Auswahl kämpft in der Region Solothurn um das EM-Ticket.. zvg

KEYSTONE

Jetzt, nach optimaler Vorbereitung in Trainingscamps in Spanien und der Türkei, steigt sie mit Heimvorteil in die Eliterunde. Die im Hotel Kreuz in Balsthal stationierte U17-Nati von Trainer Heinz Moser hat ein taffes Programm vor sich: Am Freitag (17 Uhr) treffen die Gastgeber in Grenchen auf Polen. Am Sonntag (14 Uhr) folgt das Spiel gegen Israel in Olten und am Mittwoch (18 Uhr) empfängt man in Solothurn Tschechien. Nur der Sieger dieser Vierer-Gruppe qualifiziert sich für die EM-Endrunde 2013, die vom 5. Bis 17. Mai in der Slowakei stattfindet.

Dass der Schweizerische Fussballverband den Zuschlag für die Durchführung der U17-Eliterunde bekommen hat, wertet Turnierdirektor Joseph Ingold als Zeichen der Anerkennung, die die Schweiz auf europäischer Ebene geniesst. Auf die Region Solothurn als Gastgeber sei man wegen der zentralen Lage und der guten Infrastrukturen gekommen. «Zudem», so Turnierdirektor Ingold, «war dank Reto Gertschen ein guter Draht zu Solothurn vorhanden.» Der 47-jährige Solothurner und frühere Spitzenfussballer Gertschen ist Assistenztrainer der U17-Nati, sowie Technischer Leiter des Solothurner Fussballverbands.

Das Gesamtbudget der Eliterunde, wofür der Schweizer Fussballverband aufzukommen hat, liegt bei rund
130 000 Franken. Der Regionalverband Solothurn seinerseits kalkuliert mit einem Budget von 10 00 Franken. Joseph Ingold erwartet gegen 50 Spielerbeobachter von europäischen Clubs. «Der Grund dafür liegt auf der Hand: Im Alter von 16 sind talentierte Spieler viel günstiger zu bekommen als später.»

Sicherheitsbedenken haben Ingold, Trainer Moser und Assistenztrainer Gertschen nicht. «Zu Ausschreitungen kam es bei U17-Spielen noch nie», betont Turnierdirektor Ingold. Selbstverständlich sei bei allen Partien ein Sicherheitsverantwortlicher anwesend, um im Falle eins Falls zu reagieren. Informiert seien auch die Polizeikorps. «Nebst den üblichen Vorkehrungen wurden aber keine speziellen Sicherheitsmassnahmen getroffen». Zur sportlichen Ausgangslage sagt Trainer Heinz Moser: «Wir haben uns in Österreich souverän qualifiziert. Doch jetzt werden wir hart gefordert. Die Gruppe ist sehr ausgeglichen, Tschechien dürfte unser stärkster Gegner sein.»

Jeder Schweizer erinnert sich wohl gerne zurück, als die U17 Nationalmannschaft 2009 sensationell Weltmeister wurde. «Das war eine wunderschöne Momentaufnahme», sagt Moser, «mehr aber nicht. Unser aktuelles Ziel heisst EM-Endrunde.» Er sei zuversichtlich, «denn wir haben eine stabile Defensive, aber auch eine durchschlagskräftige Offensive. Alles in allem stehen uns 18 praktische gleichwertige Spieler zur Verfügung. Das ist bestimmt von Vorteil.» Eine Stammformation haben Moser und sein Assistenzcoach Gertschen schon beisammen. Allerdings seien drei, vier Positionen noch fraglich.