Curlin
Mit geklauten Steinen zum Sieg

Mit einem zweieinhalbfachen Solothurner Sieg endete der 37. Baumeistercup in der Nennigkofer Curlinghalle. CC Solothurn 2 gewann mit dem Punktemaximum vor dem Juniorinnen-Team Biel-Solothurn und CC Solothurn 1.

Pius rüegger
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Die Solothurner Juniorinnen überraschten und holten sich den zweiten Platz.

Die Solothurner Juniorinnen überraschten und holten sich den zweiten Platz.

Marcel Bieri

Punktgleich fiel Bern-Crystal – es fehlte ein gewonnenes End – vom zweiten auf den vierten Schlussrang zurück. Solothurn 2 mit Skip Knud Niebur, Hanspeter Rentsch, Thomas Lüthy und Beat Fischer glückte in allen Partien die entscheidenden Steine. «Wir hatten nie ein einfaches Los, denn die drei Gruppenspiele haben wir jeweils nur mit einem Stein Vorsprung gewonnen», sagte der Skip.

In der vierten Runde lagen die Solothurner gegen Adelboden um den ehemaligen EM-Teilnehmer Stefan Maurer als Skip bis zum fünften End 7:0 vorne. «Für uns ist es extrem gut gelaufen», sagte Informatiker Niebur. Sein Team und Bern-Crystal hielten sich im Final die Waage, bis die Solothurner im siebten End ein Dreierhaus schreiben konnten. «Im achten End spielten wir defensiv und gingen kein Risiko mehr ein», umschrieb der 44-Jährige die Taktik.

Juniorinnen überraschten

Eine erste Überraschung stellte der zweite Platz der auf diese Saison neu gebildeten Juniorinnen-Formation aus je zwei Solothurnerinnen und Bielerinnen dar.

Trainiert vom international erfahrenen Urs Dick, verloren die 17-jährige Biberisterin Lisa Gisler mit der 18-jährigen Langendörferin Larissa Fuchs und den beiden 19-jährigen Seeländerinnen Vera Camponova und Skip Michelle Gribi nur gerade das Zweitrundenspiel gegen Adelboden 3:6. Auf die Oberländerinnen stiessen sie wieder im Endspiel.

«Bis zum fünften End verlief der Final ausgeglichen. Im sechsten End leistete sich Adelboden einen Fehlstein und wir gingen mit drei geklauten Steinen in Führung. Danach spielten wird defensiv weiter», beschrieb Gisler die Entscheidung zum 10:4. Die Kanti-Schülerin wird die Schweiz an der Jugend-Olympiade 2012 in Innsbruck in einem gemischten Team vertreten. Wegen einer Verletzung verpasste Zimmerin-Lehrtochter Fuchs die Qualifikation.

Der Glaube an den Sieg

Solothurn 1 mit Skip Claudio Mombelli, Jürg Graber, Roland Simonet und Christoph Lengweiler belegte ebenso überraschend den dritten Podestplatz. «Dies war möglich, weil es keine geschlossenen Finalspiele gibt und alle eng zusammen lagen», erklärt der 41-jährige Malermeister. Nach der Gruppenphase führte seine Equipe als siebtplatzierte die zweite Tabellenhälfte an.

Mit Siegen gegen Wengi 4 (9:5) und Wengi 3 (7:3) in den beiden letzten Umgängen schafften sie den Sprung ins obere Tableau. «Wir glaubten immer daran», sagte der Nennigkofer.

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