Manchmal können Resultate lügen. Nicht das 10:3 ist dabei trügerisch, vielmehr entsprach die Differenz von sieben Toren dem Leistungsvermögen von Meister und Schlusslicht. Was den Spielverlauf nicht richtig wiedergab, waren vielmehr die Drittelsresultate. Die beste Leistung zeigte das Heimteam im Mitteldrittel, als es quasi 20 Minuten Powerplay spielte, den Gegner voll im Griff hatte. Was fehlte, war die Entschlossenheit im Abschluss.

Nur Sebek traf nach einem Freistoss, viel zu wenig. Immerhin liess man gegen die mit Ballbesitz äusserst bescheidenen, aber mit gutem Konterspiel aufwartenden Ostschweizer in diesem Abschnitt kaum Chancen zu. Dies war im Startdrittel ganz anders. Schon in der Startminute schlug es beim Meister ein, als Eschbach alleine vor Zimmermann auftauchte. Und nur der Wiler Schlussmann verhinderte in diesen Anfangsminuten einen noch höheren Rückstand.

Seine Teamkollegen agierten lange zögerlich und fehlerhaft. Vier Minuten mit vier Toren sollten den Spielverlauf ab der 10. Minute auf den Kopf gestellt sein. Die Initialzündung kam von Rückkehrer Deny Känzig, der mit dem Ausgleich zum 1:1 seine starke Vorstellung startete, welche in zwei Toren und zwei Assists münden sollte. Besonders spektakulär sein Ablenker zum 8:3. Mit zwei weiteren Toren durch Tobias Känzig und dessen Ersatzmann (ab 40.) Simon Laubscher wurde die gelungen Vorstellung der jungen, dritten Linie komplettiert.

Die Routiniers, welche noch in Malans so geglänzt hatten, hielten sich ihrerseits mehrheitlich vornehm zurück. Es reichte aber auch so zum ungefährdeten Sieg und viel Kraft hinsichtlich des sonntäglichen Derbys bei Grünenmatt sollte nicht verbraucht worden sein.