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Mit einem Sieg gegen den Leader: Olten bleibt interregional

Der FC Olten hier im Duell mit dem FC Subingen (Archiv).

Der FC Olten hier im Duell mit dem FC Subingen (Archiv).

Im letzten Heimspiel gelingt dem FC Olten mit einem überraschenden 3:0-Heimsieg gegen den bereits als Aufsteiger feststehenden FC Red Star ein grosser Befreiungsschlag. Da gleichzeitig der SC YF Juventus in Rothrist mit 5:0 unter die Räder kommt, kann in Olten ohne Wenn und Aber die Nichtabstiegsfete bereits eine Runde vor Schluss steigen.

Begonnen hatte aber alles mit einer eher traurigen Nachricht: Das Oltner Trainergespann Schifferle und Osaj wurde vor der Partie mit einem Präsent verabschiedet. „Sechs Jahre reichen, eine Pause wird mir guttun. Auch die Spieler brauchen frischen Wind“, kommentiert Schifferle seinen Abgang. Für neue Impulse soll der einstige Wangner Sportchef Juan Castro sorgen, welcher das Zepter auf die neue Saison hin übernehmen wird.

Frühe Führung

Eine gegenteilige Gemütslage der Oltner zeigte sich auf dem Platz. Es war noch keine Minute gespielt, als Trainersohn Luca Schifferle nach einem langen Ball die frühe Führung für das Heimteam markierte. Mit derselben Intensität ging es weiter, allerdings auf der anderen Seite des Platzes. Häcki traf nach einer Hereingabe Wyttenbachs zum Oltner Glück nur das Lattenkreuz.

Husis Glanzparaden

Nach rund zwanzig Minuten folgte eine wahre Druckphase der Gäste. Ob jedoch im Eins-gegen-Eins mit Durand, nach einem Freistoss und darauffolgendem Abpraller oder bei Durands akrobatischer Flugkopfballeinlage, der Sieger hiess am Ende jeweils Thomas Husi. Vor allem beim Zürcher Durand dürfte die Leistung Husis zur Frustration geführt haben: Insgesamt acht Abschlüsse Durands fanden in Husi ihre Endstation.

Späte Entscheidung und ein Doppeltorschütze

In der zweiten Hälfte kamen aber auch die Oltner gefährlich vor das gegnerische Tor. Ein satter Schuss von Gerardi sowie Meyers und Krasniqis Abschlüsse nach Einwürfen verfehlten das Tor knapp. Gerardi bewies daraufhin eindrücklich, dass er doch weiss, wo das Tor steht. Mit seinen Toren in der 79. Minute per Schuss von der Sechzehnerlinie und in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen Abstauber machte Gerardi den Sack zu. „Husi und Gerardi, hinten dicht und vorne die Tore, das sind die Männer des Spiels“, zeigte sich Trainer Schifferle erfreut.

Rück- und Ausblick

„Wenn mir vor drei Wochen jemand gesagt hätte, dass wir gegen den FC Red Star mit 3:0 gewinnen, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt“, hielt FCO-Trainer Georg Schifferle nach dem Spiel mit einem breiten Grinsen im Gesicht fest. Doch wie kam es zu dieser Entwicklung, die eine kriselnde Oltner Mannschaft zur Truppe dieses Überraschungssieges formte? „Es war wichtig gegen Grenchen wieder Tore zu schiessen. Ausserdem war schon immer die Kameradschaft unsere grösste Stärke, was sich in den letzten Tagen nochmals deutlich gezeigt hat“, antwortete Schifferle. Sportlich gesehen ist der Ligaerhalt mit diesem Sieg gesichert und auch finanziell sei man bereit für eine neue Saison in der interregionalen 2. Liga, versicherte Schifferle: „Der FCO wird nächste Saison in dieser Liga spielen. Auch für die Spieler ist diese Liga die Richtige.“

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