Unihockey
Mit einem 8:5 Sieg über GC zum Ende des Wankdorf-Fluchs

Dem Wankdorf-Fluch den Garaus machte Wiler-Ersigen in der Cupfinal-Revanche gegen GC im Halbfinal mit einem bestechenden Startdrittel. Dem temporeichen Offensivspektakel der Emmentaler konnten die Zürcher wenig entgegensetzen.

Pius Rüegger
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Mit einem «Buebetrickli» nach 96 Sekunden wies Dave Wittwer den Weg frühzeitig. Fürs Erste für sieben Minuten keimten bei GC Hoffnungen auf, als Helfenstein seinen Ausschluss und das 2:0 (4.) durch Christoph Hofbauer mit dem Anschlusstreffer korrigierte (5.). Nach dem 3:1 durch Bichsel in der zwölften Minute setzte sich Wilers Effizienz kontinuierlich zum 6:1-Pausenstand durch.

Christoph Hofbauer, Fankhauser und Matthias Hofbauer schlossen abgeklärt ab. «Am Anfang ist es uns viel zu einfach gegangen», sagte Matthias Hofbauer. Vergeblich versuchten die Zürcher mit ihrem Time-out in der 18. Minute den Druck der Berner zu mindern.

Ungenutzte Konterchancen

Besser lief es für GC nach der ersten Pause. Wiler-Ersigen konnte den anfänglichen Druck nicht aufrechterhalten. «In unserer Linie müssen wir uns den Vorwurf machen, dass wir unsere Konterchancen nicht nutzten und das Spiel nicht früher entschieden», gab sich Hofbauer selbstkritisch. Scalvinoni nutzte eine Zwei-Minuten-Strafe von Christoph Hofbauer zum zweiten Treffer (22.), den Adrian Zimmermann in der 24. Minute konterte.

Nach Wolfers 7:3 zur Spielhälfte blieben die Unteremmentaler zu verhalten. Die Zürcher mit fünf Verteidigern agierend – Helfenstein und Jakubek leisteten Doppeleinsätze –, fehlte es jedoch an der Präzision und im Zusammenspiel für eine Wende.

Rückenwind für den Cup-Final

Im letzten Abschnitt mussten sich die Berner noch stärker mit Abwehraufgaben beschäftigen. «Dank unserer starken Defensive konnten wir den Vorsprung halten, wobei wir uns nicht bewusst zurückzogen», erklärte Hofbauer. Mit einem Kontertor durch Mendelin (46.) zum 8:3 schien die Rechnung aufzugehen. Doch GC begann den Braten zu riechen, nachdem Jakubek eine gegnerische Unaufmerksamkeit ausnützte und mit seinem Zuspiel Kapanen das 8:4 ermöglichte (47.).

Die Zürcher schlugen eine härtere Gangart an und verkürzten durch Scalvinoni nur zwei Minuten später gar auf 8:5. Die Schlussphase wurde hektisch. GC gab nicht auf und leistete alles für einen Umschwung, erzwang einen Penalty (58.) und nahm den Platzverweis von Goalie Jonas Wittwer 42 Sekunden vor Schluss in Kauf. «Dieser Sieg gibt uns Rückenwind für den Cupfinal am gleichen Ort in zwei Monaten», freut sich Hofbauer aufs Endspiel.

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